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Corona-Zahlen im Kreis Viersen: Weitere Todesfälle gemeldet

Corona im Kreis Viersen : Inzidenzwert im Kreis sinkt weiter

Der Kreis Viersen meldete weitere Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Allerdings sinkt der Inzidenzwert von 142 auf 130.

Zwölf weitere Menschen im Kreis Viersen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind gestorben. Das teilte der Kreis Viersen am Dienstag mit. Die Zahl der neuen bestätigten Fälle in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (Inzidenzwert) sinkt von 142 auf 130. Am Dienstag war bekannt geworden, dass Bund und Länder sich auf weitergehende Ausgangssperren für Landkreise mit Inzidenzwert über 200 verständigt haben. Solche Regeln gelten also derzeit für den Kreis Viersen nicht, informiert Kreis-Sprecherin Anja Kühne auf Anfrage.

Allerdings bleiben die verschärften Schutzmaßnahmen trotz gesunkenem Inzidenzwert im Kreis Viersen weiter in Kraft. Kühne erklärt: „Unsere verschärften Schutzmaßnahmen sind zeitlich nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt befristet, sondern an ihre Rechtsgrundlage, die Corona-Schutzverordnung des Landes, gebunden.“ Sie führt weiter aus: „Sollte diese Verordnung auslaufen, würde die Rechtsgrundlage für unsere zusätzlichen Schutzmaßnahmen entfallen. Unsere Maßnahmen werden aber natürlich ständig neu bewertet und aufgehoben, wenn sie nicht mehr notwendig sind. Dies ist dann aber eine sich aus der konkreten Situation ergebende Bewertung, die nicht mit allgemeinverbindlichen Kriterien umschrieben werden kann.“

 Dem Kreis sind am Dienstag 44 neue Infektionen bekannt geworden. Aktuell gelten 893 Menschen (Vortag: 1191) als infiziert. In den sechs Krankenhäusern werden 80 Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, stationär behandelt – acht von ihnen auf Intensivstationen, davon werden sechs beatmet. In Viersen sind aktuell 314 (-100) Menschen positiv getestet, in Nettetal 144 (-50), in Brüggen 34 (fünf weniger als am Vortag), in Schwalmtal 23 (-15) und in Niederkrüchten zehn (sieben weniger als am Vortag). Neue Corona-Fälle meldet der Kreis Viersen aus dem Seniorenheim St. Laurentius Elmpt, Niederkrüchten (ein Mitarbeiter) und dem  Nettetaler Zentrum für Betreuung und Pflege - Seidenhof (drei Bewohner).

Mittlerweile sind in rund der Hälfte der größeren Pflegeeinrichtungen im Kreis Viersen Bewohner und Mitarbeiter, die sich impfen lassen wollten, geimpft. Zuständig dafür ist die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. Ein Sprecher erklärt: „Bis zur Wochenmitte werden im Kreis Viersen Impfungen in 16 Pflegeheimen mit rund mit 2570 Impfdosen durchgeführt worden sein.“ Sofern die Impfungen aber allgemein weiterhin reibungslos liefen, also  ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe und sich auch die Heime allesamt in den kommenden Tagen rechtzeitig „impfbereit“ meldeten, „ist es auch aus unserer Sicht nicht unrealistisch, die Immunisierung in den Alten- und Pflegeeinrichtungen im Februar erfolgreich abschließen zu können“. Auch, wer schon infiziert war, könne sich impfen lassen.