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Corona und Lockdown im Kreis Viersen: FFP2-Masken sehr gefragt

Corona im Kreis Viersen : FFP2-Masken deutlich stärker nachgefragt

Die Läden sind zu, die Maskenpflicht verschärft, vor allem in Bussen und Bahnen: Wie sich der verlängerte Lockdown im Kreis Viersen auswirkt.

Rund 30 Kunden haben sich am Mittwochvormittag in der Irmgardis-Apotheke in Viersen-Süchteln nach FFP2-Masken erkundigt. „Es ist eine ziemliche Hektik, die Nachfrage hat seit gestern stark zugenommen“, sagte Apotheker Joachim Kresken. Auch in den Filialen des Sanitätshauses Lettermann im Kreis Viersen ist die Nachfrage „spürbar angestiegen“, berichtete Sprecher Guido Schreiner. In Geschäften, Bussen, Bahnen sollen Kunden und Fahrgäste künftig OP- oder FFP2-Masken tragen – das ist Teil der neuen Corona-Beschlüsse. Außerdem wird der Lockdown verlängert, Arbeitgeber sollen Mitarbeiter möglichst ins Homeoffice schicken. Wie sich das im Kreis Viersen auswirkt.

Masken Bei Lettermann sei die Nachfrage um die Hälfte gestiegen, „dabei werden hauptsächlich FFP2-Masken nachgefragt“, sagte Schreiner. „Wir haben um die 50.000 FFP2-Masken auf Lager, der aktuelle Preis beträgt 2,50 Euro.“ Er geht nicht davon aus, dass es nun schwieriger wird, Nachschub zu bestellen: „Seit März 2020 arbeiten wir mit verlässlichen Lieferanten zusammen. Daher ist es für uns kein Problem, entsprechende Masken anbieten zu können.“ Wie Schreiner erwartet Kresken derzeit keinen Versorgungsengpass. „Soweit ich weiß, sind die Apotheken im Kreis Viersen gut bevorratet“, sagte der Kreissprecher des Apothekerverbands Nordrhein. Eine Maske koste in Apotheken drei bis fünf Euro. Auch Drogerien haben sie im Sortiment.

Busse Vor einer Woche hat die NEW mitgeteilt, dass ihre Buslinien  im Kreis Viersen nun nach Ferienfahrplan verkehren. Dabei bleibe es vorerst, informierte eine Sprecherin. Die Kundencenter sollen geöffnet bleiben. „In Bezug auf die Maskenpflicht halten wir unsere Fahrgäste nach wie vor dazu an, die geforderte Mund-Nase-Bedeckung aufzusetzen“, sagte sie. „Sollte sich ein Fahrgast nach unseren Hinweisen weigern, eine adäquate Mund-Nase-Bedeckung aufzusetzen, besteht die Möglichkeit, den Fahrgast von der Fahrt auszuschließen.“

Industrie und Handel Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer  Mittlerer Niederrhein, betont: „Einzelhändler, Gastronomen, Veranstaltungsunternehmer, Fitnessstudios, das Reisegewerbe, körpernahe Dienstleister und alle anderen betroffenen Branchen benötigen ein Signal von der Regierung, wie es weitergehen soll.“ Die Diskussion über eine Homeoffice-Pflicht bereitet ihm Sorgen. Homeoffice umzusetzen, sei vor allem für kleinere Unternehmen etwa aus Gründen der IT-Sicherheit häufig schwierig. In anderen Unternehmen ist es schlichtweg notwendig, dass Mitarbeiter vor Ort sind – etwa beim Süßwarenfabrikanten Mars in Viersen. Fabrikdirektorin Evelina Wagner erzählt: „Als Lebensmittelproduzent kommt Mars in der Pandemie eine systemrelevante Rolle zu, das heißt, wir haben seit März 2020 unseren Produktionsbetrieb zur Sicherstellung der Versorgung aufrechterhalten und werden das auch zukünftig sicherstellen.“ Dabei gebe es ein umfassendes Hygiene- und Sicherheitskonzept. „Alle nicht produktionsrelevanten Arbeiten sind seit fast einem Jahr ins Homeoffice verlagert.“