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Corona-Pandemie in Viersen: Besuch am Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium

Corona-Pandemie in Viersen : „Eine Schule ohne Schüler ist traurig“

Das Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium wirkt wie ausgestorben. Das digitale Lernen läuft erfolgreich. Ein Besuch in einer Schule, in der nur noch drei Schüler sind.

Diese absolute Stille hat schon fast etwas Unheimliches. Kein Stimmengemurmel hinter den Türen. Kein Gemisch aus Lachen, Gesprächsfetzen und Schritten, dei durch Flure und Foyer hallen. Im Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium in Viersen herrscht eine Ruhe, die man nur von den Ferien her kennt.

Die Corona-Pandemie sorgt für die für die Schule so untypische Stimmung. Wo sonst 860 Schüler das Schulleben bestimmen, sind dort gerade mal drei anzutreffen. „Mehr Schüler nehmen unsere Notbetreuung derzeit nicht in Anspruch“, sagt Schulleiter Christoph Hopp. Und auch diese drei Schüler nehmen am digitalen Unterricht teil, sie nutzen die Schulrechner dafür.

„Eine Schule ohne Schüler ist traurig, denn es fehlt das, worum es geht“, sagt Jörg Volger, stellvertretender Schulleiter. Schule als Ort der Begegnung fehle. Aber derzeit gehe es einfach nicht anders, fügt Hopp an. Froh ist er, dass die Schüler das vom Kollegium bestens vorbereitete digitale Lernen gut aufnehmen und mitmachen.

Gelernt wird nach Stundenplan – mit dem Unterschied, dass jeder Schüler vor dem heimischen Rechner sitzt und auch die 80 Lehrer von daheim aus unterrichten. Online laufen auch die Anmeldeverfahren für die neuen Fünftklässler.