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Corona-Krise: Stadt Viersen prüft Anträge von Gastwirten

Gastronomie in Viersen : Gaststätten sollen draußen mehr Platz bekommen

Viersens Bürgermeisterin Sabine Anemüller kündigt schnelle und unbürokratische Hilfe für Gastronomen an. Wo möglich, sollen sie ihre Außenflächen an den Gaststätten vorübergehend erweitern können.

Bei der Viersener Stadtverwaltung sind Anträge von Gastwirten eingegangen, die nun ihre Außenflächen erweitern wollen. Die Gastronomen wünschen sich mehr Platz, weil sie wegen der Corona-Schutzverordnung seit der Wiedereröffnung ihre Tische weiter auseinander rücken mussten. So können nicht so viele Gäste bewirtet werden wie früher.

Die Verwaltung habe zugesagt, entsprechende Anträge schnell und unbürokratisch zu prüfen, teilt ein Stadtsprecher mit. Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD) betont: „Wir unterstützen die Gewerbetreibenden nach allen Möglichkeiten. Gerade die Gastronomie hat unter der Schließung besonders gelitten.“ Die größeren Außenflächen sollen vorübergehend genehmigt werden, wo immer das ohne großen Aufwand möglich sei.

 Anemüller weist darauf hin, dass dabei insbesondere Rettungs- und Versorgungswege frei bleiben müssen. Das gelte auch für vorübergehend erlaubte Imbissstände in der Fußgängerzone in Alt-Viersen an der Hauptstraße. Die Verwaltung werde außerdem genau beobachten, ob sich durch die zusätzlichen Nutzungen Konflikte ergeben. Die erteilten Genehmigungen seien darum jederzeit widerruflich.

 Sobald Gaststätten ihre Gäste wieder an Tischen bewirten dürfen, müsse die Stadt ebenso wie bei den Imbissständen die durch eine Satzung vorgegebenen Sondernutzungsgebühren erheben, erklärt die Bürgermeisterin. Darüber, ob auf diese Zahlungen verzichtet wird, müsse die Politik entscheiden. Für die Zeit, als wegen der Corona-Pandemie die Gastronomen ihre Gäste nicht in ihren Lokalen bewirten durften, hatte die Verwaltung von sich aus auf die Gebühren verzichtet. „Das war möglich, weil der Fall der Unmöglichkeit der Nutzung der Außenflächen in der entsprechenden Satzung geregelt ist“, erläutert ein Stadtsprecher.

(naf)