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Kreis Viersen: Chipkarte für das Teilhabepaket

Kreis Viersen : Chipkarte für das Teilhabepaket

Seit August wurden bereits rund 5000 Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets abgerufen, das der Bund aufgelegt hat. Dies berichtete gestern der CDU-Bundestagsabgeordnete Uwe Schummer. Das sei ein erster Erfolg, aber die Zahl reiche ihm letztlich nicht. Kreisweit erfüllen etwa 10 000 Kinder die Vorgaben, nach denen Leistungen gewährt werden.

Am häufigsten wurde das so genannte Schulbasispaket abgerufen, das in zwei Tranchen 100 Euro für Hefte und Schulbücher ausgegeben werden kann. Es folgten Ausgaben für das Mittagessen in der Schule sowie Zuschüsse zu mehrtägigen Klassenfahrten.

In Kempen wurden besonders viele Familien erreicht, weil die Stadt die Bezugsberechtigten direkt angeschrieben hat. Schummer selbst informierte in Grefrath Mitarbeiterinnen des Familienbesuchsdienstes in der Niersgemeinde, die wiederum bei ihren Gesprächen in den Familien auf die Fördermöglichkeit hingewiesen haben.

Ab August soll im Kreis Viersen eine Chipkarte eingeführt werden, über die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets abgerufen werden können. Sparkassen und Volksbanken haben bereits ihr Interesse bekundet, daran mitzuwirken, berichtete Schummer. Erforderlich seien neben der Chipkarte Lesegeräte und die Software. Die Chipkarte habe "neun Schubladen" mit Leistungen, die abgerufen und direkt abgerechnet werden könnten. Das erleichtere die gesamte Abwicklung und erspare den Beteiligten den Umgang mit Bargeld.

Sehr zufrieden äußerte sich der Abgeordnete auch darüber, dass über das Paket 17,25 Stellen für Schulsozialarbeiter geschaffen wurden, die dadurch bis 2014 finanziert seien.

(RP)