CDU Brüggen will Frank Gellen erneut aufstellen

Brüggen : CDU will Frank Gellen erneut aufstellen

„Ich möchte begonnene Projekte zu Ende bringen“, sagt Brüggens Bürgermeister Frank Gellen (CDU). Deshalb will er sich erneut als Bürgermeisterkandidat bewerben. Noch hat keine andere Partei in Brüggen ihre Bewerber benannt.

Frank Gellen soll erneut Bürgermeisterkandidat für die Brüggener Christdemokraten werden. Das ist der Wunsch des CDU-Vorstands um Günter Wynen. Die Entscheidung, ob Gellen tatsächlich erneut für die CDU in das Rennen um den Chefsessel im Rathaus geht, werden aber die Mitglieder der CDU Brüggen treffen.

Am Freitag, 17. Januar 2020, werden die Kandidaten für den Gemeinderat und für den Kreistag für die Kommunalwahl nominiert, dazu gehört auch Frank Gellen als Bürgermeisterkandidat. „Bisher hat es keinen Mitbewerber gegeben“, erklärte Wynen auf Anfrage der Rheinischen Post. „Wir finden, dass Frank Gellen als Bürgermeister einen guten Job gemacht hat und vertrauen ihm, dass er das weiterhin machen wird.“

Frank Gellen freut sich jetzt über das Vertrauen des Vorstands seiner Partei, betont aber, dass die Aufstellung durch die Mitglieder erst noch bevorsteht. „Ich würde mich freuen, wenn auch sie mir erneut ihr Vertrauen schenken.“ Er würde gern Vorhaben, die er als Bürgermeister begonnen habe, auch abschließen. In Brüggen gebe es zurzeit zahlreiche, richtungsweisende Projekte, etwa das interkommunale Bad, die Entwicklung des Brüggener Zentrums, die Ertüchtigung der Schulen oder die Wohnungsbaupolitik, etwa mit der Gründung einer eigenen Baugesellschaft oder dem neuen Vorhaben eines Modulhausparks. Eines der Ziele, mit denen Gellen vor fünf Jahren angetreten war, war die Konsolidierung des Haushalts: „Dies ist uns gelungen. Wir werden Ende des Jahres eine Rücklage in Höhe von 2,3 Millionen Euro haben“, sagte er.

Vor der Kommunalwahl 2014 musste Gellen sich erst gegen zwei Konkurrenten aus den eigenen Reihen durchsetzen: Anni Terporten und Christoph Platzer. Dies gelang ihm mit 51 Prozent der Stimmen. Und auch der Weg ins Brüggener Rathaus war nicht ohne den Zwischen-Stop einer Stichwahl möglich, die Dietmar Brockes als Bürgermeisterkandidat für die FDP erkämpft hatte. Erst bei der Stichwahl im Juni 2014 machte Frank Gellen mit 63,8 Prozent der Stimmen alles klar.

Ob die Wähler in Brüggen erneut diese beiden Männer zur Auswahl haben werden, ist für Dietmar Brockes allerdings noch unklar. „Ich habe mir dazu noch keine abschließenden Gedanken gemacht“, erklärte der FDP-Landtagsabgeordnete und sachkundige Bürger gegenüber der Rheinischen Post. Die Situation bei der Kommunalwahl 2014 sei eine andere. Mit dem Rückzug von Gerhard Gottwald nach 25 Jahren an der Verwaltungsspitze sei das Feld damals offen gewesen. Die Brüggener FDP werde voraussichtlich Anfang 2020 entschieden, ob sie einen eigenen Bürgermeisterkandidaten aufstellt.

Solange Zeit wollen sich auch die Bündnisgrünen lassen. Angelika Verkaar wird nach 2014 nicht erneut antreten, es soll laut Grünen-Chef Ulrich Deppen aber einen eigenen Bewerber für das Bürgermeisteramt geben. Deppen kann sich auch vorstellen, dass sich alle Parteien außer der CDU auf einen Kandidaten verständigen.Doch das klappt wohl nicht: Die SPD will einen eigenen Kandidaten aufstellen. Darüber sollen die Mitglieder am Donnerstag, 19. Dezember, abstimmen.

Mehr von RP ONLINE