1. NRW
  2. Städte
  3. Viersen

Caritasverband investiert in Photovoltaik für Seniorenheim in Waldniel

Modernisierung in Schwalmtal-Waldniel : Caritasverband investiert in Photovoltaik für Seniorenheim

Im Altenheim St. Michael kommt der Strom jetzt vom Dach. Und dies ist nicht die einzige Modernisierung in dem 1996 eröffneten Haus.

Jetzt kommt der Strom von oben: Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach versorgt das Altenheim St. Michael in Schwalmtal-Waldniel seit kurzer Zeit mit ökologischem Strom. Dazu sind 254 Paneele auf dem Dach verbaut und einige hundert Meter Kabel verlegt worden. Der Caritasverband für die Region Kempen-Viersen, der die Einrichtung führt, hat fast 100.000 Euro in die Anlage investiert. Das Ziel: Sie soll sich in sechs Jahren amortisieren.

„Wir können nun fast zwei Drittel unseres Bedarfs an elektrischer Energie selbst erzeugen“, sagt Mark Wagner, Leiter des Altenheims. Im Hochsommer sei es sogar möglich, fast den gesamten Strom für die insgesamt 80 Bewohnerinnen und Bewohner selbst zu produzieren, ergänzt Haustechniker Martin Gerhards. Er erwartet von der Anlage einen Jahresertrag von rund 87.000 Kilowattstunden.

Die neue Anlage konzipiert hat Helmut Florissen: „Es war nicht ganz einfach, im Bestand die richtigen Wege zu finden“, berichtet der Fachplaner aus Viersen. Zuvor hatte er mit einer Langzeitmessung ermittelt, wie viel Energie das Altenheim St. Michael überhaupt benötigt. Beispielsweise wird das Essen für die Bewohner in der hauseigenen Küche frisch zubereitet.

  • Viele Schulen verfügen über ausgedehnte Dächer
    Erneuerbare Energien in Grevenbroich : Stadt prüft Photovoltaik auf Schulen
  • Am Waldnieler Stadion gibt es zwar
    Sport in Schwalmtal : SPD drängt auf neuen Kunstrasenplatz im Waldnieler Stadion
  • Auch auf dem Gebäude der Feuerwehr
    Photovoltaik in Wermelskirchen : 612 Anlagen produzieren Solarstrom

Seit rund 2,5 Monaten fällt die Bilanz  durchaus positiv aus. Rund zehn Tonnen des Klimakillers CO2 konnten eingespart werden. Das entspricht fast 5200 Kubikmeter Erdgas oder 3655 Kilogramm Steinkohle. „Wir freuen uns, dass wir mit dieser Investition etwas zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit beitragen können“, sagt Caritas-Vorstand Peter Babinetz. Die Anlage soll  20 Jahre lang Strom liefern.

Doch dies wird nicht einzige Investition in der Waldnieler Einrichtung bleiben: Geplant ist dort ein größeres Modernisierungs- und Neubauprojekt. Das im Jahr 1996 eröffnete Haus erhält eine größere Zahl an  Einzelzimmern und einen Anbau. Außerdem werden auf dem Gelände künftig die Caritas-Pflegestation Schwalmtal sowie das für Schwalmtal, Brüggen und Niederkrüchten zuständige Büro der Schuldnerberatung ihr Domizil haben. Im Laufe dieses Jahres soll alles fertig werden.

(RP)