Kreis Viersen: Bus-Zwist: Gemeinsame Suche nach Lösung

Kreis Viersen: Bus-Zwist: Gemeinsame Suche nach Lösung

Landrat Andreas Coenen ist zuversichtlich, dass die NEW die Buslinien 011, 012, 038 und SB88 auch nach 2019 bedient

In der Auseinandersetzung zwischen der Stadt Mönchengladbach und dem Kreis Viersen um die Bedienung von vier Buslinien auf Viersener Kreisgebiet durch die NEW scheint es nun einen Lösungsvorschlag zu geben. Das erklärte gestern Landrat Andreas Coenen nach einem Gespräch mit Mönchengladbachs Oberbürgermeister Hans Willi Reiners (CDU).

In der vergangenen Woche hatte die Stadt Mönchengladbach die Verkehrsbetriebe des Kreises Viersen kurzfristig darüber informiert, die NEW mobil und aktiv nicht mehr mit dem Betrieb von vier Linien im Viersener Kreisgebiet beauftragen zu wollen. Betroffen wären die Buslinien 011, 012, 038 und SB 88. Landrat Andreas Coenen nannte das "Rosinenpickerei".

Gestern Nachmittag gab es zu diesem Thema ein Telefonat zwischen Landrat Coenen und Mönchengladbachs Oberbürgermeister Reiners. "Wir werden gemeinsam nach einer Lösung suchen und sind zuversichtlich, eine zu finden", sagte Coenen nach dem Gespräch. Der Landrat zeigte sich optimistisch, dass die Zusammenarbeit zwischen der NEW mobil und aktiv sowie dem Kreis Viersen auf den vier Buslinien auch über das Jahr 2019 hinaus fortgesetzt werden kann. Wie diese Zukunft genau aussehen könnte, soll aber erst im kommenden Jahr erörtert werden, kündigte der Landrat an.

Die Stadt Mönchengladbach hatte "wirtschaftliche und strategische Gründe" für ihren Plan ins Feld geführt, die NEW nicht mehr mit der Bedienung der vier weniger stark frequentierten Buslinien zu beauftragen. "Die genannten Linien führen zu einem Verlust bei der NEW mobil und aktiv Mönchengladbach GmbH, der derzeit - obwohl nicht in der Aufgabenträger-Zuständigkeit der Stadt liegend - aus dem Haushalt der Stadt ausgeglichen wird", heißt es in dem Schreiben der Stadt Mönchengladbach.

In einer früheren Version des Textes hieß es fälschlicherweise, der Mönchengladbacher Oberbürgermeister sei SPD-Mitglied.

(mrö/busch-)