Bundespolizisten aus Rosenheim verhaften mutmaßlichen Hintermann einer Tätergruppierung in Viersen

Einsatz in Viersen : Polizei fasst mutmaßlichen Ticket-Betrüger

Ausgangspunkt der Ermittlungen waren laut Polizei private Fahrkarten-Verkäufe am Bahnhof Rosenheim. Die dubiosen Geschäfte erwiesen sich als groß angelegte Betrugsmasche.

Rund 20 Bundespolizisten aus Rosenheim haben am Dienstag in einer Wohnung in Viersen einen mutmaßlichen Hintermann einer Tätergruppierung festgenommen. Wie die Bundespolizeidirektion München mitteilte, wird der 40-jährige Ghanaer beschuldigt, mit illegal ausgespähten Kreditkartennummern Online-Tickets der Bahn gebucht und anschließend für deren Weiterverkauf gesorgt zu haben.

Den Ermittlungen zufolge können dem Verdächtigen mehr als 200 solcher Buchungen unmittelbar zugeordnet werden. Der dadurch verursachte Schaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf rund 13.800 Euro. Insgesamt werden der kriminellen Organisation mehr als 1200 betrügerische Buchungen und Verkäufe von Bahnfahrkarten mit einer Schadenssumme von 71.000 Euro vorgeworfen.

Ausgangspunkt der Ermittlungen waren laut Polizei private Fahrkarten-Verkäufe am Bahnhof Rosenheim. Die dubiosen Geschäfte erwiesen sich als groß angelegte Betrugsmasche. Daher durchsuchte die Bundespolizei bereits im September mehrere Wohnungen in Oberbayern. Dabei konnten einer der mutmaßlichen Computerbetrüger in Erding gefasst und Beweismittel sichergestellt werden. Deren Auswertung brachte die Ermittler auf die Spur des Hintermannes, der insbesondere für die illegalen Ticket-Buchungen verantwortlich sein soll. Die Staatsanwaltschaft Traunstein erwirkte einen Haftbefehl gegen den Verdächtigen sowie einen Durchsuchungsbeschluss für dessen Wohnung in Viersen. Der Beschuldigte wurde in Mönchengladbach dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Anschließend musste er die Untersuchungshaft antreten.

(RP)
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