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Bundespolizei plant weitere Einsätze an der Grenze im Kreis Viersen

Grenzübergänge im Kreis Viersen : Bundespolizei plant weitere Corona-Grenzkontrollen

Nach den Einsätzen an der A3 plant die Bundespolizei weitere Überwachungen an der deutsch-niederländischen Grenze im Kreis Viersen. Was Reiserückkehrer jetzt wissen müssen.

Die Niederlande sind Hochinzidenzgebiet. Deswegen ist die Bundespolizei an der deutsch-niederländischen Grenze im Einsatz. Sie prüft in Stichproben, ob Menschen, die in die Bundesrepublik einreisen, wie vorgeschrieben nachweisen können, dass sie negativ auf Corona getestet, geimpft oder genesen sind. Am vergangenen Wochenende war sie laut Pressesprecher Uwe Eßelborn schwerpunktmäßig im Bereich der Autobahn 3 und teilweise im Bahnverkehr tätig.

Für den kommenden Sonntag, 8. August, sieht der Einsatzplan laut Eßelborn zurzeit weitere Überwachungen „im Bereich Elmpt/Kaldenkirchen“ an der deutsch-niederländischen Grenze vor. Die Bundespolizei kümmert sich um 300 Kilometer Grenze, ist in in den Kreisen Viersen, Borken, Kleve und Wesel zuständig sowie für zwei internationale Zugverbindungen.

Zwischen den Niederlanden und Deutschland gibt es keine generellen Grenzkontrollen; bei den aktuellen Einsätzen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie spricht die Bundespolizei von Überwachungen: Sie prüft Testnachweise stichprobenartig, dazu werden einzelne Autofahrer mit dem Hinweis „Bitte folgen“ heraus gewunken. „Eine statistische Auswertung von den Einsätzen vom Wochenende gibt es zurzeit noch nicht“, erläutert der Sprecher der Bundespolizei. Mit den Nachweisen auf Test, Impfung oder Genesen-sein habe es keinerlei Probleme geben. Die Reisenden haben laut Eßelborn auch Verständnis für die Arbeit der Bundespolizisten gezeigt.

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Dem Pressesprecher zufolge habe es aber Probleme bei der elektronischen Einreise-Anmeldung geben; diese hätte in einigen Fällen gefehlt: „Nicht absichtlich, sondern aus Unkenntnis“, vermutet Uwe Eßelborn. Diese digitale Einreise-Anmeldung müssen Reiserückkehrer aus den Niederlanden nach Deutschland zurzeit vorweisen können. Wer sie am Wochenende nicht hatte, konnte sie direkt digital oder als ausgedrucktes Formular nachträglich ausfüllen.

Solange die Niederlande als Hochriskogebiet eingestuft werden, müssen Reisende beim kleinen Grenzverkehr, etwa zum Einkaufen, schon vor der Einreise Test, Impfung oder Genesung nachweisen; dieser Test darf nicht älter als 48 Stunden sein, ein PCR-Test nicht älter als 72 Stunden. Für sie gilt keine Anmelde- oder Quarantänepflicht.