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Bundesförderung für Jobcenter Kreis Viersen: Gesundheitsprojekt mit Modellphase gestartet

Fördermittel für Kreis Viersen : Modellprojekt: Gesündere Hartz-IV-Empfänger

Mit Bundesmitteln wird ein Vorsorgezentrum im Kreis Viersen aufgebaut. 300 Kunden des Jobcenters können sich in der Modellphase beteiligen.

Der Bund fördert das neue „Regionale Präventionszentrum Kreis Viersen“ des Jobcenters mit insgesamt 2,4 Millionen Euro. „Unter dem Leitsatz Prävention vor Reha und Reha vor Rente motivieren und begleiten Health-Care- Coaches die Kundinnen und Kunden zu gesundheitsfördernden Angeboten“, erläutert Franz-Josef Schmitz, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Viersen. Bis zu 300 Kunden des Jobcenters können in der Modellphase teilnehmen. „Aktuell sind 122 dabei“, sagt Projektleiter Burkhard Maaßen. Die Teilnahme ist freiwillig.

Barbara Nieters, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes erklärt: „Für den Kreis Viersen und das Jobcenter wird durch das Aufgreifen des Themas Gesundheit eine zusätzliche Unterstützung in die Beratungsleistung aufgenommen und eine Lücke im Versorgungssystem geschlossen.“ Ziel sei es, dass das Sozialsystem langfristig entlastet und in eine dauerhafte Integration in den ersten Arbeitsmarkt investiert wird.

Das neue Zentrum hat seine Büroräume im Kreishaus eingerichtet. Maaßen hat die Idee als Projektverantwortlicher des Jobcenters gemeinsam mit dem Kreisgesundheitsamt und der Hochschule Niederrhein entwickelt. Die Förderung läuft über fünf Jahre, Start war im Januar 2020. Damals seien vier Health-Care-Coaches eingestellt worden, sagt Maaßen. Ihre Aufgabe ist es, den Kunden zu helfen, in Wohnortnähe Gesundheitsangebote zu finden. Sie können außerdem Kunden vernetzen, sodass sie sich zum Sport treffen – soweit es die aktuelle Lage in der Corona-Pandemie zulässt. Bis Juni seien die Coaches geschult worden, berichtet Maaßen. Seit Juli werde der Kundenstamm aufgebaut. „Ziel ist, dass sich bis Ende 2021 insgesamt 300 Kunden beteiligen.“ Kunden, die mitmachen möchten, können ihre Vermittler beim Jobcenter darauf ansprechen.

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Das Modellprojekt im Rahmen des Bundesprogramms „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben“ wird vom Ministerium für Arbeit und Soziales finanziert. Die Hochschule Niederrhein begleitet es mit einer Datenerhebung. Dafür wurde unter den Teilnehmern eine Versuchs- und Kontrollgruppe gebildet.

(naf)