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Anwohner in Viersen verärgert über gesperrte Brücke

Bürgermonitor : Anwohner verärgert über gesperrte Brücke

Seit knapp einem Jahr ist eine Brücke über den Hammer Bach wegen Baufälligkeit gesperrt. Anwohner müssen Umwege in Kauf nehmen. Doch erst langfristig soll es eine Ersatz-Lösung geben

Sie war eine lieb gewonnene Abkürzung für alle, die von der Ernst-Moritz-Arndt-Straße Richtung Berliner Höhe müssen: die Holzbrücke über den Hammer Bach. Bis sie gesperrt wurde. „Unmittelbar vor dem Schützenfest der Schützenbruderschaft Viersen-Oberbeberich sperrte der Wasser- und Bodenverband der mittleren Niers die Verbindungsbrücke“, berichten Anwohner der Weiherstraße. „Seinerzeit wurde als Grund angegeben, die Brücke sei einsturzgefährdet.“ Als kurz darauf dann auch noch die benachbarte Brücke während des Schützenfestes mehrfach gesperrt wurde, um den Zugang zum Schützenplatz besser sichern zu können, habe dies für noch weitere Umwege gesorgt. „Besonders für ältere oder gehbehinderte Menschen ist dies nicht gut, es geht Lebensqualität verloren.“

 Die Anwohner wollen wissen: Wer ist denn eigentlich zuständig für die Erneuerung der maroden Brücke? Und wann soll das endlich passieren? „Das nächste Schützenfest findet vom 10. bis 14. August statt. Ob es gelingt, die Brücke noch vorher wieder nutzbar zu machen?“, fragen die Anwohner.

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Antworten auf diese Fragen hat Christoph Rüber, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes der Mittleren Niers. Allerdings dürften die Antworten den Anwohnern nicht unbedingt gefallen. „Die Holzbrücke ist vom Schwamm befallen, sie zersetzt sich von innen und wurde deshalb im September 2017 gesperrt“, erklärt Rüber.

Eine Reparatur der Holzbrücke würde voraussichtlich einen sechsstelligen Betrag kosten. Die aber sei derzeit ohnehin nicht geplant. Hintergrund: Für den Bau eines neuen Hochwasserrückhaltebeckens hat der Verband in den vergangenen Jahren mehrere Grundstücke im Überschwemmungsgebiet des Hammer Baches rund um den Rothweg erworben, um für Jahrhunderthochwasser besser gerüstet zu sein. In der Planung sei nicht nur der Bau neuer Regenrückhaltebecken und die Erweiterung der neun vorhandenen, auch der Verlauf des stark eingeengten Hammer Baches werde neu geplant. Frühestens in zwei bis drei Jahren, so rechnet Rüber, lasse sich die Planung umsetzen, die auch weitere Brücken über den Hammer Bach betrifft.