Viersen Bürger-Kritik am Plenzenbusch

Viersen · Auf dem Plenzenbusch in Viersen grünt und blüht es, doch zufrieden ist die Straßengemeinschaft Berliner Höhe nicht. Was es zu beanstanden gibt, darüber sprachen sie jetzt bei einer Ortsbegehung mit Dietmar Krämer, Diplom-Geologe vom Fachbereich Bauen und Umwelt der Stadt Viersen.

 Eine schöne Freizeitlandschaft auf der Ex-Deponie Plenzenbusch wurde der Straßengemeinschaft Berliner Höhe versprochen, einiges fehlt noch.

Eine schöne Freizeitlandschaft auf der Ex-Deponie Plenzenbusch wurde der Straßengemeinschaft Berliner Höhe versprochen, einiges fehlt noch.

Foto: Busch (archiv)

Die erste Kritik kommt schon nach den ersten Metern auf dem breiten Kiesweg der ehemaligen Deponie. "Der Weg ist für ältere Menschen nicht begehbar. Aufgrund der groben Steine ist der Weg uneben. Menschen mit Rollatoren, in Rollstühlen und selbst Kinderwagen können hier nicht fahren bzw. gefahren werden", beklagt sich Rainer Knippertz.

Unvollständiges Ding

Dem kann Krämer nur zustimmen. Eigentlich sei geplant gewesen, noch fünf Zentimeter Eisenkies auszubringen, um ebene Wege zu schaffen, sagt er. Doch die Baufirma habe dies noch nicht gemacht. "Als man uns die Maßnahme damals schmackhaft machen wollte, hat man uns eine schöne Freizeitlandschaft versprochen. Schönes Gerede. Was wir hier haben ist ein chaotisches unvollständiges Ding", beschwert sich Ernst Frischling und deutet mit dem Arm über das Grün.

Es werde nichts gepflegt, alles sei sich selbst überlassen und das Unkraut fliege in die Gärten, fügt Bernd Schneider an. Fehlende Sträucher werden mokiert, denn nicht alle Anpflanzungen sind angegangen. Doch mit dem Nachpflanzen hapert es. "Es ist eine Sache des Unternehmers. Es wurden 7000 Pflanzen gesetzt, zehn Prozent sind aufgrund Auffälle bereits nachgepflanzt worden. Wir wollten anwarten, was noch angegangen ist, bevor der Unternehmer für weitere Nachpflanzungen angesprochen wird", erklärt. Krämer.

Der Wunsch nach Bänken, die laut früherer Aussagen auch aufgestellt werden sollten, wird ebenfalls laut. Aber nicht nur das Sichtbare interessiert. Jürgen Zeh möchte wissen, ob die Technik, die unter der Erde liegt, greift. Hier kann Krämer beruhigen. Eine Versickerung im verunreinigten Bereich erfolgt nicht mehr.

Das Wasser läuft oberflächlich ab, sammelt sich im Teich und geht von dort in die Versickerung. Auch die Frage nach ersten Messergebnissen wird gestellt. Man messe zweimal im Jahr an den verschiedenen Messstationen, von denen es insgesamt 21 gebe, informiert der Geologe. Bis hin zu messbaren Erfolgen dauert es allerdings noch zwei bis drei Jahre.

Eins ist nach der Begehung mit der Straßengemeinschaft klar. Der Plenzenbusch ist noch nicht das, was einst von der Stadt Viersen versprochen wurde. Krämer kann einiges an Anregungen und Wünschen mit in die Verwaltung nehmen. Wobei Krämer davon spricht, dass er gerne von Seiten der Stadt aus einen weiteren Termin mit den politischen Vertretern vor Ort anregen würde.

(tref)
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