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Viersen: Brutaler Eiscafé-Räuber muss drei Jahre und vier Monate in Haft

Viersen : Brutaler Eiscafé-Räuber muss drei Jahre und vier Monate in Haft

Zunächst reagierte der Angeklagte gefasst, als das Schöffengericht das Urteil verkündete. Der 22-Jährige muss wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung für drei Jahre und vier Monate ins Gefängnis. Doch als die Vorsitzende des Schöffengerichts in der Urteilsbegründung noch einmal auf den Fall einging, hob der junge Mann die Hände und verbarg das Gesicht.

Mit besonderer Brutalität habe der Angeklagte im Januar den Besitzer eines Viersener Eiscafés drangsaliert, als er das Opfer überfiel und ihm dabei die Tasche mit den Einnahmen des Lokals, 3000 bis 4000 Euro, entriss. Er stieß das Opfer zu Boden und versetzte ihm Fausthiebe, hieß es von der Richterbank. Der Geschädigte habe dabei einen Knochenbruch im Gesicht und mehrere Prellungen erlitten. Kurz nach dem Überfall wurde der 22-Jährige auf der Flucht von einem Mitarbeiter des Cafés gestellt.

Vor Gericht gab der Angeklagte zu, den Überfall begangen zu haben und zeigte sich einsichtig. Mit der Beute habe er Drogen finanzieren wollen, so das Tatmotiv. Strafmildernd hatte das Schöffengericht allerdings nur das Geständnis des Täters gewertet. "Sie haben nichts ausgelassen", hielt ihm die Schöffengerichts-Vorsitzende seine zahlreichen Haftstrafen vor. Vor diesem Raubüberfall sei er nur ein halbes Jahr in Freiheit gewesen. "Wenn Sie so weitermachen, landen Sie eines Tages in der Sicherungsverwahrung", sagte die Richterin.

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Letztlich hatte sich das Gericht dem Antrag von Staatsanwalt Michael Oettli angeschlossen, der wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung drei Jahre und vier Monate gefordert hatte. Zudem ordnete das Gericht Haftfortdauer an.

(RP)