Brüggen: Brüggener Vorzeigefirma

Brüggen: Brüggener Vorzeigefirma

Der Business-Club Maas-Rhein war zu Gast bei Schmitz Druck & Medien. Die Mitglieder sahen neueste Drucktechnik in einem hartumkämpften Markt. Außerdem hörten sie, wie gut es der schuldenfreien Gemeinde geht.

Der Business-Club Maas-Rhein war zu Gast bei Schmitz Druck & Medien. Die Mitglieder sahen neueste Drucktechnik in einem hartumkämpften Markt. Außerdem hörten sie, wie gut es der schuldenfreien Gemeinde geht.

Die Erläuterungen der Firmenchefs Horst und Marko Schmitz zu ihrem Unternehmen waren noch nicht ganz beendet, da hielten die Besucher auch schon die ersten Drucke eines vierseitigen Prospektes in der Hand. Auf dessen Titelseite prangte ein Foto, das erst 20 Minuten vorher aufgenommen worden war. Die rund 50 Mitglieder des Business-Clubs Maas-Rhein erhielten damit eine gedruckte Anwesenheitsbescheinigung. "So schnell können wir drucken, wenn es sein muss", strahlte Horst Schmitz.

Neue Entwicklungsstufe

Der Prospekt durchlief das "Paradepferd" des Unternehmens, eine Heidelberger Speedmaster mit fünf Farbwerken und einem Lackierwerk. Daneben steht noch eine Vierfarb-Speedmaster, die bis zu 18 000 Bogen in der Stunde bedrucken kann. Beide Maschinen haben Platz in der vor zwei Jahren angebauten Halle; hiermit wurde eine neue Entwicklungsstufe des Unternehmens begonnen, das heute gut 50 Mitarbeiter/innen zählt.

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Alles hatte 1890 ganz klein angefangen, als Großvater Wilhelm in der Borner Straße 6 eine Druckerei einrichtete. Als Horst Schmitz sie 1972 im Alter von 32 Jahren übernahm, arbeiteten dort vier Mann: "Vater, Onkel, ein Lehrling und ich." Weil aber bald alles zu eng wurde, entstand 1983 im Weihersfeld ein Neubau, der nach und nach zu einer vollstufigen Druckerei mit Vorstufe (zwölf Grafikdesigner und Mediengestalter), Druck, Verarbeitung und Lettershop wuchs. "Wir bieten dem Kunden alles vom Entwurf bis zum Versand", erläutert Junior Marko Schmitz. Die Kunden kommen längst nicht mehr nur aus dem Umland, sondern auch aus Aachen, Düsseldorf, Köln, Hamburg und Berlin, sogar aus der Schweiz und den Niederlanden.

Der Markt sei hartumkämpft, aber mit dem Geschäftsergebnis 2011 ist Horst Schmitz durchaus zufrieden: "Wir bieten viel Service und haben eine starke Stellung, weil wir alles im Haus haben." Im Hause steht auch noch ein alter Heidelberger Tiegel für Stanz- und Prägedruck, den man mit den modernen Offsetmaschinen nicht herstellen kann. "Die kann ich auch noch bedienen", sagt der Schriftsetzermeister, der das Drucken dann nebenher lernte.

Brüggens Bürgermeister Gerhard Gottwald freute sich derweil über das Interesse des Business-Clubs an einem "High-Tech-Vorzeigeunternehmen" in der Gemeinde. Die habe nach ihrer Tonziegelei-Monostruktur inzwischen einen interessanten Branchenmix, zu dem auch niederländische Unternehmen beitrügen. Von den Nachbarn habe man die ungezwungene Kommunikation mit dem "Open Coffee" für Unternehmer übernommen. Die Gäste hörten erstaunt, dass die Gemeinde 2011 das beste Gewerbesteueraufkommen in ihrer Geschichte hatte und haushaltstechnisch schuldenfrei sei. So wird nun eine Mehrzweckhalle gebaut.

(mme)
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