Wasserschutz im Kreis Viersen Brüggen und Kreis stimmen Tagebau-Resulotion zu

Kreis Viersen · Im Kreis Viersen und auch in anderen Kommunen haben Politiker Bedenken, dass mit dem vorgezogenen Kohleausstieg im Jahr 2030 Grundwasser fehlt.

 Kommunen und Kreise fürchten Probleme durch den vorgezogenen Kohleausstieg.

Kommunen und Kreise fürchten Probleme durch den vorgezogenen Kohleausstieg.

Foto: Speen

In einer Sondersitzung hat sich der Brüggener Gemeinderat mit den Folgen des auf 2030 vorgezogenen Kohleausstiegs im Rheinischen Revier für Brüggen beschäftigt: Einstimmig folgte der Rat einer Resolution, die demnächst an den Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) und die Fraktionsvorsitzenden im Landtag geschickt wird.

Bereits im Dezember hatten die Gemeinderäte in Schwalmtal und Niederkrüchten auf Initiative der CDU-Fraktionen eine Resolution beschlossen, die auf Probleme durch das  Ende des Tagebaus im Rheinischen Revier bereits 2030 hinwies.  Dabei wurde die Sicherung der   Grundwassermenge und -qualität sowie den Erhalt der Feuchtgebiete, etwa im Naturpark Schwalm-Nette, gefordert. Rainer Röder, Umweltdezernent im Kreis Viersen, beschrieb jetzt das grundsätzliche Problem in Brüggen so:  „Im Kreis Viersen fehlt durch den früheren Kohleausstieg  das Sümpfungswasser aus dem Tagebau.“ Der Bergbautreibende Rheinbraun will dieses Wasser ersetzen, indem er eine Leitung  bei Dormagen in den Rhein baut und damit Rheinwasser bereitstellt.

Doch die Unterzeichner der Resolution, zu denen etwa der Kreis Viersen sowie die Kreise Kleve und Heinzberg und  auch die Stadt Mönchengladbach zählt, fürchten Probleme: Sie halten den Zeitplan für knapp und haben Sorge, dass die Qualität des Rheinwassers nicht ausreicht und dass nicht genug Wasser aus dem Fluss entnommen werden kann.  Schlimmstenfalls, so warnte Röder in Brüggen, könnten  Feuchtgebiete austrocknen.

Eine Frage im Brüggener Rat: Könnte man die Pumpen, die das Sümpfungswasser liefern, nicht nach dem Kohleausstieg weiter laufen lassen? Technisch wäre das möglich, erläuterte Röder. Doch die rechtliche Grundlage dafür fehle. Ein Abpumpen sei derzeit nur möglich, solange Braunkohle gefördert werden.

(busch-)
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