Brüggen und Beesel: Ausstellung zeigt Kunst aus zwei Kulturen

Kulturelle Zusammenarbeit : Kunst aus zwei Kulturen in Brüggen

Im Kultursaal der Burggemeinde findet eine Kunstausstellung in Kooperation mit der Gemeinde Beesel statt.

Seit vier Jahren besteht zwischen der deutschen Gemeinde Brüggen und der niederländischen Gemeinde Beesel eine gute kulturelle Zusammenarbeit. In diesem Rahmen ist zurzeit im Kultursaal der Burg Brüggen die Ausstellung „Kunst aus Reuver – Freiheit in der Kunst“ zu sehen. Die Ausstellung bestreitet der Kunstkreis „Artimosa“.

Dieser Kreis aus 50 Malerinnen und Maler sowie Bildhauer besteht in diesem Jahr seit 35 Jahren. Im Dezember wird es zur Feier des Jubiläums eine weitere große Ausstellung des Kunstkreises in der Kulturfabrik in Roermond geben. 30 Mitglieder des Kunstkreises haben Ölgemälde, Aquatinten, Acrylbilder, Zeichnungen, genähte Bilder, Collagen, Glasobjekte und Tonskulpturen – insgesamt 40 Arbeiten – im Kultursaal der Burg präsentiert. Technisch also und auch thematisch eine sehr vielfältige Ausstellung, zumal das Motto „Freiheit in der Kunst“ eine größtmögliche inhaltliche Offenheit bietet.

Hub Pollen malt beispeilsweise zwei Stilleben von täuschend echten Trauben und Champignons. Das Figurative ist unter anderem mit Niek Kiefer, durch sein Tuscheporträt einer Frau gut vertreten. Nach „Phaeton“, einer Figur aus der griechischen Mythologie, benennt Wim Willems sein ausdrucksstarkes Bild. Erstaunlich die Perspektive: der muskelbepackte Mann fliegt förmlich von schräg unten nach oben in einen lila-rot-blauen Himmel. Eine bunte Gruppe junger Menschen mit dem Titel „Jeugd in vrijheid“ zeigt Justin Wolters, wobei alle Buntheit nicht über die Gesichtslosigkeit und Vereinzelung der jungen Leute hinwegtäuschen kann. Digital arbeitet Angret Meij. Anita Dinghs näht Köpfe und Körper auf ein Filztuch und schafft dadurch eine interessante Verfremdung des Menschen. Floor Kurstjens zeigt zwei farbenfrohe und komplex aufgebaute Collagen. Lenny Wolters spielt mit Farbe und ein Beispiel für die Keramik ist der „Vis“ von Peter Jentjens, der zur Hälfte nur noch ein Gerippe ist.

Die Ausstellung ist bis Sonntag, 16. Juni, täglich (außer montags) zu besichtigen.