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Brüggen: Traum von Oase in Bracht zerstört?

Diebe machen Pläne kaputt : Traum von Oase in Bracht zerstört?

Damit hat Björn Thönnißen nicht gerechnet: Unbekannte haben seinen Traum von einen öffentlich zugänglichen, mediterranen Garten unmöglich gemacht. Dabei hatte der Brachter große Pläne. Er wollte einen schönen Ort zum Entspannen schaffen – für jeden.

Es sollte eine öffentliche, mediterrane Ruhe-Oase werden. Ein Platz in der Gemeinde Brüggen zum Innehalten, wo sich jeder Besucher auf eine Bank setzen und entspannen können sollte. Doch diese schöne Idee ist jetzt erstmal zerstört worden. „Muss wirklich immer alles eingezäunt werden?“, fragt sich Björn Thönnißen (36), in dritter Generation in der Gärtnerei Bracht  tätig.

Björn Thönnißen hatte gute Pläne für das Grundstück in Bracht. Er kaufte einen angrenzenden Acker mit 65.000 Quadratmetern, um dort  einen mediterranen Garten mit rund 300 Pflanzen als öffentliche, für jeden zugängliche Fläche anzulegen. „Der Acker sollte gemulcht werden. Dann setzt sich Gras durch“, schilder er. „Man könnte barfuß durch den kleinen Park gehen oder ein Picknick machen im Schatten von Palmen und Olivenbäumen.“ Dazu vier Meter große Hanfpalmen, Granatapfelbäume, verschiedene Feigensorten, Yucca – es hört sich paradiesisch an. Die ersten kleineren Hanfpalmen hatte der Brachter bereits gesetzt. Doch sie blieben nicht lange dort.

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 Denn Diebe machten sich auf dem Acker zu schaffen: Insgesamt acht Palmen und drei bienenfreundliche kalifornische Flieder wurden ausgebuddelt und gestohlen, schildert der 36-Jährige. „Jetzt überlegen wir, ob wir das Projekt überhaupt fortsetzen sollen oder das Gelände lieber einzäunen und betrieblich nutzen sollen“, sagt Björn Thönnißen traurig.

Dabei hatte er noch weitere Pläne: Er wollte die beliebten Schneeglöckchentage, die 2018 zum elften und letzten Mal in Nettetal stattgefunden hatten, nach Bracht holen. Der mediterrane Park hätte eine Attraktion für Bracht werden könne, in diesem Sommer wäre die Fläche bereits fertig gewesen. Strandkörbe und Sonnenliegen wollte er aufstellen, hatte bereits Kontakte für den Kauf von Strandkörben geknüpft. „Gerade jetzt in der Corona-Krise wäre das ein Stück Urlaub zu Hause“, sagt  Thönnißen. 

„Was wir vorhatten, gibt es so in Deutschland nicht“, sagt der Brachter. Doch nun „fehlt der Antrieb, die Stimmung ist raus“, meint er. Und ein Zaun würde eine zusätzliche Investition in Höhe von rund 16.000 Euro bedeuten. Noch weiß er nicht, wie es weitergeht.