In Brüggen Draußen Lichterglanz und drinnen Märchenstunde

Brüggen · Bei der Veranstaltung ging es zuvörderst um weihnachtliche Stimmung. Aber der Werbering wollte den Besuchern auch das Einkaufen in Brüggen schmackhaft machen.

 Lichterglanz in Brüggen – das wollten sich nicht nur viele Brüggener nicht entgehen lassen.

Lichterglanz in Brüggen – das wollten sich nicht nur viele Brüggener nicht entgehen lassen.

Foto: Ja/Knappe, Joerg (jkn)

Man muss schon etwas tun, um die Menschen dazu zu bewegen, vor Ort einzukaufen und die regionalen Geschäfte zu erhalten. Der Brüggener Werbering stellte zum diesjährigen Brüggener Lichterglanz darum wieder ein buntes Programm zusammen. So gab es auf dem Nikolausplatz nicht nur Musik mit den „Flummis“ – und Bürgermeister Frank Gellen – sowie der Band Kings For a Day. In der Fußgängerzone verbreitete der Musikverein Cäcilia Brüggen vorweihnachtliche Stimmung, auch wenn die Finger bei den eisigen Temperaturen zwischendurch oft gerieben werden mussten.

Mit dem eigens für den Brüggener Lichterglanz von Roland Zetzen geschriebenen Lied „Lichterglanz und Weihnachtssterne“ startete der Countdown für die Weihnachtsbeleuchtung. Jedoch gab es kein „Ahh“ und kein „Ohh“, aus Kostengründen fällt die Weihnachtsbeleuchtung auf dem Nikolausplatz eher spartanisch aus. Rund um das Kirchengebäude erstrahlen große Sterne und das Dach des alten Verwaltungsgebäudes wird durch eine Lichterkette erhellt. In der Fußgängerzone verschönern jedoch etliche golden leuchtende Sterne die vielen Bäume.

Gellen hatte sichtlich Spaß bei der Choreographie zu dem Lied „Schlittenfahren“. An hölzernen Buden wurden winterliche Heißgetränke konsumiert, man traf sich und klängerte. Hungrig musste auch niemand nach Hause gehen. Ziel der Veranstaltung war aber in erster Linie, das Einkaufen bis 20 Uhr attraktiv zu machen – zum Beispiel mit einem Gewinnspiel bei den Mitgliedern des Werberings: Stempelkarten werden ausgegeben und die Kunden benötigen acht unterschiedliche Stempel, um am Gewinnspiel teilnehmen zu können. Bis zum 31. Dezember müssen die abgestempelten Gewinnkarten in Los-Boxen in der Volksbank Brüggen oder in der Sparkasse Brüggen abgegeben werden, möchte man einen der attraktiven Preise gewinnen. Mitte Januar werden dann die Gewinner ausgelost.

Ein Burgfräulein und der Nachtwächter führten Gäste durch den Ort und verrieten einige Geheimnisse. Im sogenannten Messerturm gab es früher einen Brunnen. Derjenige, der das Wasser verteilte, durfte dies nur an ihm bekannte Personen ausschenken. Damit keine Kinder in das tiefe Loch fielen, erzählte man, dass unten Messer die Kinder aufspießen würden, wenn sie hineinfielen. So sei der Turm zu seinem Namen gekommen, berichtete der Nachtwächter.

Außerdem gab es im Burginnenhof Stockbrot am Lagerfeuer. Den Kindern machte es nichts aus, dort im Rauch zu sitzen. „Probier mal, Papa, mein Brot ist fertig“, rief der kleine Yannick seinem Vater begeistert zu. Der Jugendtreff Second Home, die Gemeindebücherei und Museumsmitarbeiter hatten zudem in der Burg eine Rallye vorbereitet. Die Kinder sollten Märchenstationen finden und dann Fragen beantworten. So gab es in der Abteilung Wald bei dem mit echtem Lebkuchen bestückten Lebkuchenhaus die Frage, wo Hänsel und Gretel die Brotkrumen verteilt haben. „Guck mal, ein schwarzer Rabe“, sagte Rabea und zeigte auf den großen ausgestopften Vogel hinter dem Lebkuchenhaus. Dort gab es eben noch einiges mehr zu entdecken. Auch Paul naschte am Lebkuchen, bevor beide den Hochsitz gegenüber bestiegen. Rotkäppchen begrüßte die Gäste zur Märchenrunde in der Touristinfo. Waffeln und Heißgetränke wurden im Kultursaal angeboten. Zwischen den Etagen konnte in einer Sandkiste nach goldenen Talern und Edelsteinen gesucht werden. In der Waldwichtelwerkstatt wurde gemalt und Weihnachts-Geschenkanhänger wurden gestaltet. Eine besondere Attraktion war das Verkleidezimmer in einem Turmzimmer der Burg. Dort gab es einen Fundus an bunten Kleidungsstücken. Vor einem märchenhaften Wald nahm auch Mia auf einer Baumstamm-Bank Platz und ließ sich als Prinzessin mit bunter Perücke ablichten. Eine Etage höher lauschten im nächsten Turmzimmer mucksmäuschenstill Kinder und Erwachsene der Märchenstunde.

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