Brüggen: Radler wünschen sich mehr Sicherheit an Bundesstraße 221

Radeln in Brüggen : Radler wünschen sich mehr Sicherheit

Wer den Weg Laarer Bach entlang spaziert oder dort Rad fährt, muss nach Born die B 221 überqueren. Dort sind Autos mit 70 Kilometern pro Stunde unterwegs. Für mehr Sicherheit im Sattel schlagen Radler eine Unterführung vor.

Wenn Radfahrer und Spaziergänger von Brüggen nach Born den Weg Laarer Bach nutzen, ist es eigentlich eine schöne Strecke. Bis sie an der B221 die Fahrbahn queren müssen. Dort sind die Autos und Motorräder mit 70 Kilometern pro Stunde unterwegs: Spaziergänger und Radler kommen da nur schlecht über die Straße.

Zwar gibt es in Fortsetzung der Straße In der Haag in Richtung Born eine breite Unterführung. Doch damit die Gefahrenstelle an dem beliebten Spazierweg am Laarer Bach beseitigt wird, beantragen Brüggener nun auch für diese Stelle den Ausbau einer Unterführung. Die Radfahrergruppe „Donnerstagsradler“ um Heinz Feikes hat den Bürgerantrag mit 23 Befürwortern unterschrieben.

„Die Umgehungsstraße ist eine sehr stark befahrene Straße“, heißt es in der Begründung. „Das Queren dieser Straße durch Radfahrer und Fußgänger ist sehr gefährlich, besonders mit einer größeren Gruppe.“ Erwin Nasarzewski leitete als Ansprechpartner für die Gruppe den Antrag an Brüggens Bürgermeister Frank Gellen (CDU) und den Gemeinderat weiter. „Schon vor Jahren war eine Planung für dieses Vorhaben fertig, die von allen beteiligten Behörden und Verbänden akzeptiert wurde“, schreiben die Antragsteller. „Leider kam es nicht zur Ausführung, weil Rollstuhlfahrer diese sichere Querung der Straße nicht nutzen konnten.“

Auch bei der Gemeinde Brüggen ist das Thema bekannt - und wird jetzt erneut behandelt. Fachbereichsleiter Dieter Dresen skizziert die lange Vorgeschichte: „Bereits im Jahr 2001 gab es einen Antrag der CDU für die Errichtung einer Unterführung.“ Das Problem sei  der Ausgleich des Niveaus gewesen; dafür hätte eine sehr lange Rampe errichtet werden müssen. Die Kosten seien damals auf 40.000 Euro geschätzt worden. Anfang 2005 habe die CDU die Sicherheit für Radfahrer und Spaziergänger an dieser Stelle erneut zum Thema gemacht. 2007/8 habe es den Vorschlag gegeben, dort eine Querungshilfe einzurichten. Doch auch diese Pläne seien verworfen worden.

Auch die Antragsteller sehen das Problem der Barrierefreiheit. Doch auch wenn sie befürchten, dass dieses Problem immer noch nicht behoben werden könne, wünschen sie sich eine Unterführung. Diese würde eine erhebliche Verbesserung für alle  Verkehrsteilnehmer bringen. Die Unterzeichner des Bürgerantrags schlagen vor, die alte Planung wieder aufzugreifen und mit dem Schwalmverband und dem Naturpark Schwalm-Nette gemeinsam diese Stelle zu entschärfen – mit einfachen Mitteln und ohne große Kosten.

Auch Brüggens Bürgermeister Frank Gellen würde sich an dieser Stelle mehr Sicherheit für alle Radler und Spaziergänger wünschen: „Die Stelle ist nicht ungefährlich“, auch wenn ihm keine Unfälle dort bekannt seien. Insbesondere sieht Gellen ein Risiko für Kinder, die den Weg für den Schulweg nutzen. Allerdings dürften die Kosten dabei nicht aus dem Blick geraten. Eine Möglichkeit, die der Verwaltungschef sieht: „Wenn wir die Radwege ausbauen, könnten wir  Fördermittel nutzen.“ Damit wären die Kosten für die Burggemeinde nicht so hoch.

Wie es jetzt mit dem Bürgerantrag weitergeht? Gellen kündigte an, dass die Verwaltung das Thema erneut prüfen werde. Die Anregung werde, wie es die Gemeindeordnung in NRW vorsieht, auf die Tagesordnung einer Sitzung des Hauptausschusses gesetzt. Die Gemeindeverwaltung kündigte an, dass das Thema voraussichtlich im Frühjahr 2020 beraten werden soll.

Es wird also noch etwas dauern, bis diese gefährliche Querung der teils stark befahrenen Bundesstraße entschärft wird.