Niederrheintheater auf Burg Brüggen Zum Geburtstag gibt es eine Komödie

Brüggen · 15 erfolgreiche Jahre wollen mit einem erfolgreichen Stück gewürdigt werden: Das Niederrheintheater tut das im Sommer auf Burg Brüggen. Die Macher verraten schon mal, was das Publikum erwartet.

Christian Stock, Nadine Schaub, Michael Koenen und Verena Bill (v.l.) unterhalten bei den Niederrheinischen Theaterfestspielen auch die ganz jungen Zuschauer.

Christian Stock, Nadine Schaub, Michael Koenen und Verena Bill (v.l.) unterhalten bei den Niederrheinischen Theaterfestspielen auch die ganz jungen Zuschauer.

Foto: Niederrheintheater

Vor 14 Jahren gründete die Regisseurin und Schauspielerin Verena Bill mit dem Schauspieler Michael Koenen die Niederrheinischen Theaterfestspiele. Im nächsten Sommer wird also ein kleines Jubiläum gefeiert. Anlässlich dieses Geburtstags wird im Sommer die Erfolgskomödie „Die Niere“ von Stefan Vögel in Brüggen im Innenhof der Burg Brüggen gezeigt.

„Bis heute funktioniert das Theater der Generationen“, freut sich Verena Bill. Ziel sei es, auch die nächsten Generationen an das Theater heranzuführen. Und so gibt es bei den Theaterfestspielen ein umfangreiches Programm. Es beginnt mit dem Kindertheaterspaß für die ganze Familie.

Am 23. Juni zeigt das Niederrheintheater um 11 Uhr als Auftaktveranstaltung der Festspiele und im Rahmen des Programms Brüggener Sommer den Kinderbuchklassiker „Eine Woche voller Samstage“ von Paul Maar. Michael Koenen spielt Herrn Taschenbier, Verena Bill mimt Frau Rotkohl. Das Sams wird von Nadine Schaub verkörpert und als Lehrer, Verkäufer und Chef tritt Christian Stock auf. Die vier Schauspieler bilden das Kernensemble des Niederrheintheaters.

Oft mit dabei ist auch Sam Mutschler, als Schauspieler und als Techniker. Er hat in der Sommerschauspielschule des Niederrheintheaters begonnen, seine Leidenschaft für das Theaterspiel zu entdecken, absolvierte bei Verena Bill und Michael Koenen auch ein Praktikum und ließ sich in Köln dann als Schauspieler ausbilden. „So kann es gehen“, sagt Michael Koenen bedeutungsvoll. Die Sommerschauspielschule ist Teil der Theaterfestspiele und ab sofort sind Anmeldungen für das Sommerstipendium möglich.

„Wir sind froh, dass trotz der vergangenen Coronazeit das Kernensemble zusammenhält“, sagt Michael Koenen. „Wir begleiten die Menschen hier von der Kindheit über die Jugend bis zu den Erwachsenen.“

Ein großer Dank gilt dabei den Projektpaten der Sommerschauspielschule, die die Kosten für ein Stipendium für junge Schauspielinteressenten übernehmen. „Pro Jugendlichem wird stets ein Projektpate gesucht“, erklärt Verena Bill. Auch die Burggemeinde unterstützt das Projekt. So erhalten acht Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren, die eine weiterführende Schule besuchen, die Gelegenheit, Grundlagen des Schauspiels zu erlernen und sie in Spielszenen umzusetzen.

Am Ende des Workshops präsentieren die jungen Schauspieler ihre Ergebnisse vor großem Publikum in der Burg Brüggen. Der sechstägige Schauspielunterricht vermittelt die Entwicklung von Schauspielrollen anhand ausgewählter Szenen aus der klassischen Weltliteratur. „Wir freuen uns riesig darauf, mit den Jugendlichen zusammenzuarbeiten und zu sehen, wie sie sich weiterentwickeln“, sagt Bill. Geprobt wird jeweils montags bis freitags nach einem Stundenplan in der Burg.

Und besonders glücklich sind die Macher des Niederrheintheaters über eine Förderung durch die Sparkassenstiftung anlässlich des 15. Geburtstages für die Aufführung des Stücks „Die Niere“. Die Fördermittel werden gezielt für die 15. Niederrheinischen Theaterfestspiele vor der Burg Brüggen eingesetzt und vom Partnerschaftsverein der Sparkassenstiftung verwaltet.

„Die Niere passt wie Faust aufs Auge zu unserem Theater. Es geht darum, wie weit jemand in einer bestimmten Situation gehen würde – es ist zwar lustig, wirft aber auch Fragen auf“, beschreibt Bill, was die Zuschauer erwartet. Eine Ehefrau benötigt eine neue Niere und geht fest davon aus, dass ihr Partner diese auch spenden wird… „Das Stück ist super geeignet für das, was unser Publikum liebt: gute Unterhaltung“, meint die Regisseurin.

„Das Stück wird in altbewährter Besetzung aufgeführt, aber dieses Mal können wir zwei Termine mehr, also acht Aufführungstermine, anbieten“, freut sich Michael Koenen schon.

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