Brüggen/Niederkrüchten: Interkommunale Bäderkommission legt los

Brüggen und Niederkrüchten : Interkommunale Bäderkommission legt los

Niederkrüchten und Brüggen haben die Arbeit am interkommunalen Bad aufgenommen. Bei einer Sitzung der Bäderkommission verständigte man sich auf Ziele und Arbeitsweisen. Bis Ende des Jahres soll Konsens erreicht werden.

Kommt es oder kommt es nicht? Die gemeinden Niederkrüchten und Brüggen haben nun zumindest einen ersten Schritt für ein mögliches gemeinsames interkommunales Bad getan. „Bei der konstituierenden Sitzung der interkommunalen Bäderkommission verständigten sich die Ratsvertreter aus Brüggen und Niederkrüchten auf Ziele und Inhalte sowie Arbeitsweisen der Kommission“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Was genau diese Inhalte sind, das möchte man noch nicht verraten. Gesprächsbedarf dürfte es aber unter anderem um einen möglichen Standort oder den Bedarf geben. „Das Ziel ist erstmal, dass wir bis Ende des Jahres auf einen gemeinsamen Konsens kommen“, sagt Niederkrüchtens Bürgermeister Kalle Wassong (parteilos). Man möchte das Signal an die Bürger senden, man sei dran am Thema und kümmere sich. Sitzungsterminen werden beispielsweise aktuell terminiert, so Wassong.

Brüggens Bürgermeister Frank Gellen sagt: „Wir werden uns später dazu äußern. Die Arbeit der Arbeitsgruppe soll zunächst nicht öffentlich sein.“ Man habe nur die Rahmenbedingungen festgelegt, so Gellen.

In Niederkrüchten geht das Thema auf andere Weise trotzdem öffentlich weiter. Die Ratsfraktion der Grünen in Niederkrüchten stellte einen Antrag auf Wiedereröffnung des Niederkrüchtener Freibades bis spätestens im Mai 2020. Damit soll die Zeit bis zur Fertigstellung eines interkommunalen Freizeitbades oder der alternativ diskutierten Kombibad-Lösung Am Kamp überbrückt werden. Das Freibad ist seit dem Frühjahr 2018 wegen gravierender Sicherheits- und Hygienemängel geschlossen. Den Kostenaufwand für die allernötigsten Sanierungsmaßnahmen für eine Wiedereröffnung bezifferte die Gemeindeverwaltung kürzlich im Hauptausschuss auf rund 185.000 Euro. Daher hatte der Rat im Februar beschlossen, das Freibad „bis auf Weiteres“ nicht in Betrieb zu nehmen.

„Die Kosten für eine temporäre Herrichtung des Freibads sind aus unserer Sicht mit Blick auf den sozialen Nutzen mehr als vertretbar, so dass eine Wiederinbetriebnahme sinnvoll ist“, heißt es im Antrag der Grünen an den Rat. Aus ihrer Sicht habe durch die Schließung des Freibades „die illegale Nutzung des Venekoten- und Dahmensees als Badegewässer in 2018 spürbar zugenommen und einen neuen Höhepunkt erreicht“. Zudem sei es den Bürgern nicht zu vermitteln, in Venekoten für 35.000 Euro einen neuen Parkplatz herzurichten, während „andererseits bei derzeit guter Haushaltslage ein über Generationen bewährtes Angebot wie das Niederkrüchtener Freibad mit verhältnismäßig geringem Kostenaufwand nicht aufrechterhalten wird“.

Bis zur Fertigstellung eines neuen interkommunalen Bades werden nach Einschätzung der Grünen fünf bis acht Jahre vergehen. Bei einem Kombibad, das auf dem Freibad-Gelände entstehen könnte, rechnen die Grünen frühestens Ende 2021 mit einem Beginn der Bautätigkeiten. Daher solle spätestens im Sommer 2019 mit der Sanierung des Freibades begonnen werden, damit ab 2020 bis zur endgültigen Klärung der zukünftigen Bäderlandschaft ein Angebot für die Einwohner zur Verfügung stehe.

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