Brüggen: Brüggen: Frank Gellen folgt auf Gerhard Gottwald

Brüggen : Brüggen: Frank Gellen folgt auf Gerhard Gottwald

Mit einer deutlichen Mehrheit hat der CDU-Kandidat in Brüggen, Frank Gellen, die Stichwahl am Sonntag gewonnen. Gellen erhielt 63,8 Prozent der Stimmen. Auf den bei der Kommunalwahl am 25. Mai zweitplatzierten Dietmar Brockes (FDP) entfielen jetzt 36,2 Prozent der Stimmen, im Mai hatte Brockes 19,4 Prozent der Stimmen erhalten.

Insgesamt hatte Frank Gellen jetzt 3270 Stimmen erhalten, am 25. Mai waren es noch 3599 Stimmen gewesen. Um Dietmar Brockes zu wählen, hatten sich dagegen nun mehr Brüggener auf den Weg ins Wahllokal gemacht als noch im Mai: Er erhielt jetzt 1855 Stimmen - vor drei Wochen waren es 1425 gewesen. Doch dass sich nun für Brockes mehr Wähler aufmachten als zuvor, reichte letztlich nicht für den Sieg.

Die Wahlbeteiligung war in Brüggen an diesem Wochenende deutlich geringer als im Mai: Da hatten noch 56,3 Prozent der insgesamt 13 282 Wahlberechtigten an der Wahl des Bürgermeisters teilgenommen und sich zwischen Frank Gellen, Dietmar Brockes, Udo Rosowski (SPD), Angelika Verkaar (Grüne) und Ralf Buchholz (parteilos) entschieden, bei der Stichwahl lag die Wahlbeteiligung jetzt bei 38,9 Prozent.

Frank Gellen, bislang stellvertretender Leiter der Polizeiwache in Viersen, löst nun Bürgermeister Gerhard Gottwald ab, der nach 25 Jahren in den Ruhestand geht. Für Brüggen geht damit eine Ära zu Ende, für Gellen beginnt ein ganz neuer Lebensabschnitt: Ab heute steht er "seinen" Brüggenern als Ansprechpartner zur Verfügung. Die erste Ratssitzung mit dem neuen Bürgermeister ist am 1. Juli.

Dietmar Brockes meinte, er habe "ein akzeptables Ergebnis" erreicht, schließlich gehe es nicht nur um die Person, sondern auch um die Partei. Er will nun also als FDP-Abgeordneter im Landtag NRW bleiben: "Die Mehrheit der Bürger hat sich dafür entschieden, dass ich liberale Politik im Landtag machen soll, und das mache ich auch gerne. Ich werde für ein Wiedererstarken der FDP kämpfen." Gleichwohl sicherte er den Brüggenern zu, für sie da zu sein, auch wenn er nicht ihr Bürgermeister geworden sei: "Meine Berufung ist die Landespolitik, meine Leidenschaft ist das Dohlendorf und die Burggemeinde. Ich werde mich wie gewohnt in Brüggen engagieren, das ist für mich selbstverständlich."

(biro)