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Brüggen: Dacharbeiten an der Gesamtschule dauern noch bis Anfang 2021

Schulen in Brüggen : Dacharbeiten an der Gesamtschule dauern noch bis 2021

Am Standort Brüggen muss ein Flachdach der Gesamtschule saniert werden. Warum sich das Vorhaben schon um fünf Wochen verzögert hat.

(eah) Das Dach der Gesamtschule Brüggen am Standort Brüggen wird saniert. Es gibt Mängel am ehemaligen Flachdach, die sich nicht schnell beheben ließen und immer wieder Feuchtigkeitsschäden verursachten. Die aktuellen Dacharbeiten dauern voraussichtlich noch bis Anfang 2021. Das neue Dach kostet circa 180.000 Euro; finanziert wird es über den Gemeindehaushalt.

„Das alte Dach ist in die Jahre gekommen und wurde immer feuchter durch zahlreiche Regenniederschläge. Das verursachte einen erheblichen Schaden an einem Lagerraum für Putzmittel“, erklärt Heiko Glade, Schulleiter der Gesamtschule Brüggen. Die ebenfalls in dem Trakt untergebrachten sechs Räume für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe waren allerdings nicht von Feuchtigkeitsschäden betroffen.

„Auf flachen Dächern steht das Regenwasser für einige Zeit und kann nicht ablaufen“, erläutert Dieter Dresen, Leiter des  Fachbereichs Planung und Technik bei der Verwaltung. „Durch das neue Pultdach passiert das nicht mehr.“ Die geplanten Dacharbeiten sollten sich eigentlich auf die Herbstferien beschränken. „Wegen Lieferschwierigkeiten der notwendigen Leimbinder dauern die Arbeiten länger“, erklärt Dresen. „In der Corona-Pandemie ist es schwieriger, zeitgerecht an Material zu kommen.“

Die Arbeiten dauern bereits fünf Wochen länger als geplant, das erschwert den Unterricht. „Unsere Schüler und Lehrer leiden sehr unter der Dauer der Baumaßnahmen“, berichtet Glade. In der ersten Woche nach den Ferien seien zumindest noch Klausurzeiten berücksichtigt worden, doch der Unterricht leide unter dem Baulärm.

Corona verschärftt das Lärmproblem: Durch die Schutzverordnung müssen die Räume gut durchlüftet werden, nahezu durchgehend sind deshalb die Fenster geöffnet. „Somit ist jedes Wort der Bauarbeiter, die auf den Gerüsten umherlaufen, in den Klassenräumen zu verstehen und wahrscheinlich andersrum genauso“, berichtet der Schulleiter.

Die Gerüste verlaufen mit maximal einem halben Meter Abstand zu den Fenstern, sodass die Außenjalousien bei direkter Sonneneinstrahlung nicht geschlossen werden können. „Das erschwert den Unterricht besonders, wenn digitale Medien wie ein Beamer eingesetzt werden sollen“, erklärt Glade. Das laute Baustellenradio sei auch erst nach einer dringlichen Bitte ausgestellt worden.

Für noch mehr Lärm sorgen Plasterarbeiten am neuen Hotel, die direkt vor dem Oberstufentrakt stattfinden. „Es ist eine erhebliche Beeinträchtigung des Unterrichts seit mehr als einem Monat“, meint Glade verärgert. „Daher mein großes Lob an alle  Schüler und Kollegen, die unter diesen Umständen hier arbeiten.“ Auch wenn die Reperatur des Daches notwendig sei, werde sie wenig dazu beitragen, die  Aufenthaltsqualität am Brüggener Standort der Gesamtschule zu verbessern.

Anders sieht das mit dem komplett umgestalteten Hofgelände aus: „Wir freuen uns sehr auf den hoffentlich bald fertiggestellten umgestalteten Schulhof“, sagt der Schulleiter.