Brüggen: Burgi-Spargelmarkt zum Start in den Mai

Fest in Brüggen : Burgi-Spargelmarkt zum Start in den Mai

Im Brüggener Ortskern findet am 1. Mai der 23. Burgi-Spargelmarkt statt, den die Burggemeinde organisiert. Auf Nikolausplatz und Kreuzherrenplatz gibt es Spargel, eine Modenschau, und die Geschäfte haben geöffnet.

 Sophia (7) trägt dieses Jahr stolz die Kluft des Burgi – des Maskottchens der Burgi-Spargelbauern der Burggemeinde. Gemeinsam mit den angeschlossenen Spargelbauern Dieter Jakobs, Ingrid und Paul Brinkman, Hermann Ingenrieth und Udo Meerts freuen sich auch Bürgermeister Frank Gellen (CDU) und Michaela Mevissen, stellvertretende Sachgebietsleiterin für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur, auf die Spargelsaison, die dieses Jahr so früh wie noch nie gestartet ist. Passend dazu gibt es am 1. Mai von 11 bis 18 Uhr auf dem Brüggener Kreuzherrenplatz wieder einen Spargelmarkt. Wie jedes Jahr wird dort nicht nur feldfrischer Spargel verkauft, ein buntes Rahmenprogramm wird viele Besucher nach Brüggen locken.

Damit es bis zum offiziellen Ende der Spargelsaison am Johannistag, 24. Juni, jederzeit genug Spargel im Angebot gibt, steuern die Bauern die Ernte durch den Einsatz mehrerer Sorten, die zu unterschiedlichen Zeiten geerntet werden. Auch spielt es eine Rolle, wie die Folie auf den Spargelhügeln liegt. Wird sie mit der weißen Seite nach außen gelegt, weist sie Hitze ab und der Spargel wächst langsamer. Liegt die schwarze Seite oben, wird Hitze nach innen gegeben und der Spargel wächst schneller. „Die frühen Sorten haben einen deutlich höheren Arbeitsaufwand, dadurch ist der Preis auch höher“, sagt Paul Brinkman, der gerade prüft, wie weit der Spargel unter der weißen Folie gediehen ist. Etwa 70 bis 80 Prozent der Kunden kaufen übrigens lieber den bereits geschälten Spargel in den Hofläden der Burgi-Spargelbauern. „Gerade die jungen Leute sind sehr kreativ, was die Zubereitung des Spargels betrifft“, sagt Ingrid Brinkman und schmunzelt. Viele Kunden würden auch strickt nach Kochrezept einkaufen. Lediglich zehn Prozent grüner Spargel werde nachgefragt, Tendenz jedoch leicht steigend.

Die Burgi-Bauern (v. l.): Dieter Jakobs, Ingrid Brinkman, Udo Meerts, Frank Gellen, Michaela Mevissen, Paul Brinkman (sticht Spargel), Sophia (7) und Hermann Ingenrieth. Foto: Knappe, Joerg (jkn)

Wie der Spargel schmeckt, können Besucher des Spargel- und Genussmarktes direkt auf dem Kreuzherrenmarkt kosten: Es wird eine Spargelsuppe aus der Feldküche angeboten, und ein preisgekröntes Grillteam serviert Spargel vom Grill. Die Kosten für den Spargel sind im Vergleich zu den vergangenen Wochen etwas niedriger geworden. Bei Jakobs beispielsweise kostet das Kilogramm 9,80 Euro, bei Brinkmann zwischen zwei und zehn Euro. „Die Tendenz geht aber eher noch nach unten“, sagt Brinkmann. Es könne zum Markt hin noch etwas günstiger werden. Aber auch andere Delikatessen wie Bärlauch-Bratwurst von Bentheimer Schweinen und Forellen aus dem Räucherofen werden für die Besucher angeboten. Frischer Erdbeerkuchen rundet das Angebot mit seinem süßen Aroma ab. Frühlingshafte Marktstände bereichern den Markt, auch ein guter Tropfen Wein ist zu finden.

Am Nachmittag gibt es dann auch musikalisches für die Ohren. Dazu soll es eine Modenschau und einen Showtanz zu sehen geben. Auch der beliebte Spargelschälwettbewerb mit Mitstreitern aus dem Publikum soll wieder für Unterhaltung sorgen. In der Fußgängerzone sind zudem die Geschäfte geöffnet und laden zu einem Bummel ein. Für Autolieberhaber gibt es an diesem Tag ebenfalls ein besonderes Event: Der bekannte Stammtisch Käfer und Co. Rhein-Ruhr ist mit seinen Oldtimern zu Gast und präsentiert diese im Ortskern. Außerdem ist die niederländische Spargel-Genuss-Bruderschaft „Confrèrie de l‘Asperge“ vor Ort, die Bürgermeister Gellen als Ehrenmitglied aufgenommen hat.

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