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Brüggen-Bracht: Corona-Pandemie verzögert Altenheim-Übernahme

Grund ist die Corona-Krise : Offizielle Übernahme des Seniorenheims Bracht verzögert sich

Eigentlich sollte der Ältestenrat bereits Ende Februar über die Übernahme entscheiden, danach der Rat. Doch wegen der Corona-Pandemie fielen die Sitzungen aus.

Die offizielle Übernahme des Altenheimes in Brüggen-Bracht durch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) verzögert sich. Dies bestätigten Bürgermeister Frank Gellen (CDU) und eine Sprecherin des DRK-Kreisverbands Viersen auf Anfrage. 

„Am 1. Juli ist aber bereits eine Pro-Forma-Übergabe erfolgt, seitdem hat das DRK den Betrieb übernommen“, erklärte Gellen. Wann das DRK das Haus offiziell übernehme, stehe noch nicht fest. Dies hänge davon ab, wann Ältestenrat und Gemeinderat darüber entscheiden werden. Wegen der Corona-Pandemie ist die nächste Ratssitzung erst für 27. August geplant.

Frank Gellen habe die Mitarbeiter am 15. Juni bei einer Versammlung in der Einrichtung über die anstehende Übergabe informiert. Das gesamte Personal sei übernommen worden; der bisherige Leiter Michael Hötte führt das Haus weiterhin. Eine Änderung, die nach außen hin sichtbar sei: Der Zusatz „Sankt“, der auf den Heiligen Franziskus verweise, werde jetzt nicht mehr verwendet. Das habe das DRK laut Frank Gellen als überkonfessioneller Träger entschieden. Auch die bisherige Homepage des Altenheimes ist zurzeit nicht zu erreichen

Von 2015 bis 30. Juni hatte die Neusser St.-Augustinus-Gruppe das Seniorenheim geführt. Ein Grund für deren Rückzug war der  vorzeitige Ruhestand von Christa Bruns, die sich innerhalb der Gruppe um die Seniorenhilfe kümmerte. Dazu gehörten neun Einrichtungen in der Region, darunter auch die in  Brüggen-Bracht. Seit Januar wird das Haus umgebaut, der Bürgermeister hatte sich als Sonderbeauftragter darum gekümmert.

Eigentlich sollte der Aufsichtsrat Ende Februar über die Übernahme entscheiden. Doch dies geschah wegen der Corona-Krise nicht. Laut Gellen verhinderte die Pandemie auch für März geplante Gespräche über die Verträge. Anfang Juni habe man sich zunächst für eine Pro-Forma-Übergabe zum 1. Juli entschieden. Die Verträge würden jetzt  in Ruhe geprüft. Danach würden Ältesten- und Gemeinderat abstimmen.

(busch-)