Brüggen: Best-Western-Hotel soll Ostern 2021 öffnen

Tourismus in Brüggen : Best-Western-Hotel für Brüggen

Am Westring laufen die Vorbereitungen für das neue Hotel-Bauvorhaben. Ostern 2021 soll das Drei-Sterne-Haus mit hundert Zimmern eröffnet werden. Zielgruppe sollen neben Tagestouristen und Messegästen auch Kunden des Outletcenters in Roermond sein.

Auf dem Schotterparkplatz gegenüber der Burggemeindehalle stehen zurzeit Bagger. Sie arbeiten am Kanal für das neue „Best Western Hotel OSKR“.  „Die Baugenehmigung ist erteilt“ sagte dessen Geschäftsführer Heiko Stärk (29). Wann die Bauarbeiten für das Gebäude mit Erdgeschoss und drei weiteren Geschossen beginnen sollen, konnte Stärk beim Ortstermin in Brüggen noch nicht mitteilen. Er geht von Dezember oder Januar aus. Der Eröffnungstermin für das Drei-Sterne-Haus soll Ostern 2021 sein. Zur Höhe des Investitionsvolumens machte Stärk keine Angaben.

„Wir freuen uns riesig, gemeinsam mit einem ortsansässigen Investor ein solch tolles Hotelangebot für Reisende und Brüggener bauen zu dürfen“, sagte Stärk. Seine Familie führe bereits ein „Best-Western-Hotel OSKR“ in Singen. Nach dem Studium von International Business und seiner Tätigkeit im elterlichen Betrieb freut sich Stärk auf die neue Aufgabe in der Burggemeinde: „In den vergangenen 80 Jahren haben wir gelernt, wie wir mit Service und Qualität bei unseren Gästen punkten können“, sagt der Geschäftsführer. In vierter Generation Hotelier zu sein, sei für ihn ein Ansporn, auch in Brüggen das Beste zu geben. Die BHW Hotel Group betreibt zurzeit rund 4700 Häuser in rund hundert Ländern. Dabei handelt es sich nicht um ein Franchise-Prinzip, sondern um Kooperationen. Zu der Gruppe gehören weltweit 17 Hotelmarken wie Best Western, Best Western Plus, Vib, GLo, Aiden, Sadie oder Sure Hotel.

Geplant ist ein Drei-Sterne-Hotel. Dessen Erdgeschoss soll laut Stärk öffentlich zugänglich sein, in den Geschossen eins bis drei befinden sich die hundert Zimmer. Weiterhin gehören zum Hotel ein Fitnessbereich, eine Bar und Lounge mit Terrasse sowie je zwei Tagungsräume und Besprechungszimmer, die Platz für bis zu 1000 Menschen bieten. „Für Konferenzen bieten wir Catering, für Hotelgäste Halbpension“, erläutert der 29-Jährige. Allerdings solle das Speiseangebot zwar den Service für die Gäste komplettieren, Stärk will es aber weniger als Konkurrenz zu der bereits vorhandenen Gastronomie in Brüggen verstanden wissen.

Nach Marktanalysen geht Heiko Stärk für das erste Betriebsjahr des neuen Hotels, das dann lediglich von April bis Dezember reicht, von rund 12.000 Übernachtungen aus. Einige tausend Gäste würden „vollkommen neu“ für Brüggen sein. Perspektivisch geht er von einem noch größeren Zuspruch aus: dieser könnte bei mehr als 20.000 Gästen pro Jahr liegen. Dabei rechnet er mit einer Auslastung von durchschnittlich 50 Prozent.

Mit dem neuen Best-Western-Hotel am Westring und der Eröffnung des umgebauten „Be me“-Hotels (vormals Brüggener Klimp) sieht auch Brüggens Bürgermeister Frank Gellen (CDU) die Burggemeinde touristisch „vollkommen neu aufgestellt“: „Damit haben wir zwei Angebote, die es bisher nicht gab.“ Brüggen sei bereits jetzt, etwa bei Tagestouristen, ein gefragtes Ziel. Zurzeit werden im Jahresschnitt bis zu 40.000 Übernachtungen gezählt, bisher aber meist in Ferienwohnungen.

Auf dem Schotterparkplatz am Westring gegenüber der Burggemeindehalle laufen zurzeit die Kanalarbeiten für das neue Hotel.                           RP-Foto: Buschkamp. Foto: Daniela Buschkamp
Heiko Stärk ist der Geschäftsführer im neuen Hotel.         RP-Foto: D. Buschkamp. Foto: Daniela Buschkamp

„Brüggen ist attraktiv, für die Naherholung und zum einkaufen“, sagt Heiko Stärk. Als zukünftige Gäste kann er sich Reisende aus den Niederlanden und Deutschland ebenso vorstellen wie Messegäste, die die Landeshauptstadt besuchen wollen, aber „keine Messepreise von tausend Euro pro Nacht in Düsseldorf“ bezahlen wollten. Von Brüggen aus sei das Düsseldorfer  Messegelände in nur 40 Minuten mit dem Auto zu erreichen. Ein weiterer touristischer Vorteil, der künftig ausgebaut werden könne, sei die Nähe zum Designer Outletcenter in Roermond.  Darauf will die Burggemeinde laut Bürgermeister Gellen „künftig stärker setzen“.

(busch-)