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Brüggen: Ärger über Aufzug und Tiefgarage

Brüggener kritisiert Situaton am Arztzentrum : Ärger über Aufzug und Tiefgarage

Zu viele Menschen im „Hausarztzentrum-Brüggen“ benutzen trotz Corona gemeinsam den Aufzug, kritisiert Andreas Gutjahr. Wie dagegen Johann Arens als Leiter des Zentrums die Situation einschätzt.

Der Brüggener Andreas Gutjahr ärgert sich über die Tiefgarage, die sich im „Hausarztzentrum-Brüggen“ an der Borner Straße im Zentrum befindet. Er sieht dort einige Mängel.

„Die Ein- und Ausfahrt in die Tiefgarage kostet viel Zeit und Nerven, denn es darf immer nur ein Auto bei grüner Ampel fahren“, sagt Gutjahr. „Und das dauert immer eine gefühlte Ewigkeit.“ Was den 59-Jährigen zudem ärgert und was er für gefährlich hält: die fehlende Straßenmarkierung vor der Tiefgarage. „Die meisten Autofahrer wissen nicht, in welche Richtung sie beim Verlassen der Tiefgarage fahren sollen“, meint der Brüggener. Dadurch soll es nach seiner Schilderung schon zu zahlreichen gefährlichen Situationen gekommen sein. „Wenn man geradeaus fährt, kommt man genau in den Gegenverkehr“, erklärt Andreas Gutjahr.

Zudem befindet sich vor dem Hausarztzentrum auch ein Busbahnhof, demnach sind dort auch regelmäßig große Busse unterwegs. Andreas Gutjahr wünscht sich für die Tiefgarage eine genaue Straßenmarkierung, damit die Verkehrsteilnehmer nach rechts abbiegen müssen, am Ärztehaus vorbei und über den Busbahnhof.

 Es gibt eine Außentreppe, die aber im Winter wenig benutzt wird.
Es gibt eine Außentreppe, die aber im Winter wenig benutzt wird. Foto: Ester Ana Hädicke

Als besonders ärgerlich und auch gefährlich während der Corona-Pandemie schätzt es der Brüggener ein, dass man die Tiefgarage am einfachsten mit dem Aufzug betreten und verlassen kann. Zudem gebe es für Nutzer noch eine Autozufahrt und eine rutschige Außentreppe hinter einer schweren Stahltür. „Das führt leider dazu, dass die meisten Patienten der ansässigen Arztpraxen, egal woran erkrankt, gemeinsam den beliebten Aufzug benutzen“, hat Gutjahr vielfach beobachtet.

Doch all das sieht der Mediziner Johann Heinrich Arens, der das „Hausarztzentrum-Brüggen“ leitet, anders. Zur Kritik an der Nutzung des Aufzugs verweist er auf die geltenden Regeln der Corona-Schutzverordnung: Demnach dürften im öffentlichen Raum mindestens anderthalb Meter Abstand zu anderen Menschen nicht unterschritten werden. „Ich verlasse mich auf den vernünftigen Menschenverstand meiner Mitbürger, dass diese wichtige Corona-Regel bei einer Fahrt mit unserem Aufzug nicht vernachlässigt wird“, sagt der Mediziner.

Zudem sei als Alternative zum Aufzug die Nutzung einer Außentreppe möglich. Diese ist montags bis freitags in der Zeit von 7 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Insbesondere bei kälteren Jahreszeiten sei allerdings für alle Nutzer der Außentreppe eine dem Wetter entsprechende Umsicht geboten, so Arens.

Zur Grünphase an der Tiefgarage erklärt er: „Die Grünschaltung der Tiefgarage ist an die Verkehrssituation angepasst, durch die starke Neigung kann immer nur ein Auto bei Grün fahren“, erklärt Arens. Dadurch solle auch die Sicherheit der Fußgänger am Rand und vor der Einfahrt zur Tiefgarage besser gewährleistet werden. „Besonders beim Hochfahren muss leicht beschleunigt werden. Wenn oben ein anderes Auto wartet, um einen Fußgänger vorbei zu lassen, kann man das vorher nicht wissen“, so der Mediziner. Durch dieses Prinzip sollen Auffahrunfälle verhindert werden.

Zu der fehlenden Markierung bei der Ausfahrt der Tiefgarage sagt Arens: „Eine Markierung ist nicht notwendig, denn die kurze Straße vor der Tiefgarage ist einspurig und kann nicht sicher in beide Richtungen befahren werden.“ Demnach muss rechts abgebogen werden, erklärt der Leiter des Hausarztzentrums.