1. NRW
  2. Städte
  3. Viersen

Brüggen: Abgebrannter Bücherschrank in Bracht wird ersetzt

Brüggen : Abgebrannter Bücherschrank in Bracht wird ersetzt

Mitte August soll auf dem Vorplatz des „Café Bürgermeisteramt“ ein neuer Bücherschrank aufgebaut werden. Innogy, Sponsor des abgebrannten Schranks, springt in die Bresche und stellt einen neuen Schrank zur Verfügung.

In der Nacht zum 27. Juli wurde der Brachter Bücherschrank in Brand gesetzt. Die Brachter Bürger, die den Schrank gerne und oft genutzt hatten, sind immer noch erschüttert.

Die Polizei hat Bracht und auch Brüggen nun verstärkt im Auge und fährt regelmäßig Streife durch die Ortschaften, nicht nur tagsüber, auch nachts werden oft von den Bürgern unbemerkt Streifrunden gedreht. Zu den Ermittlungen sagt die Polizei: „Es handelt sich um eine Sachbeschädigung durch eine Inbrandsetzung. Einen konkreten Ermittlungserfolg haben wir jedoch noch nicht und sind dankbar für jeden Hinweis.“

„Wir können froh sein, dass Innogy nochmal so großzügig ist und einen neuen Schrank aufstellen wird. Normalerweise wäre das Sache der Gemeinde“, sagt Kämmerer Oliver Mankowski. Er dankt auch der Bücherpatin Silke Beckstedde für ihr Engagement und ihr Übergangsangebot. Im ehemaligen Bürgermeisteramt wurde ein großes Regal mit Büchern gefüllt. Diese können mittwochs bis freitags von 9 bis 18 Uhr und am Wochenende von 8 bis 18 Uhr ausgeliehen oder getauscht werden. Dabei sind bis jetzt Kinder- und Jugendbücher, Kochbücher, Romane und Ratgeber.

  • Xanten : Bücherschrank kennt keine Schließzeit
  • Brüggen : Platz am Bürgermeisteramt wird am Samstag übergeben
  • Brüggen : Ausstellung im Bürgermeisteramt

Fürs Übergangsangebot spendete die örtliche KAB rund 45 Bücher und Privatleute gaben bis jetzt weitere 20 Bücher ab. Die Bücherpatin macht darauf aufmerksam, dass jeder Bücherfreund in das Café kommen kann und am Bücherregal stöbern kann: „Es herrscht kein Verzehrzwang.“ Als direkte Anwohnerin wird sie oft auf den Brand angesprochen. Durch ihr beherztes Eingreifen mit dem Feuerlöscher wurde wahrscheinlich Schlimmeres vermieden. „Ich sehe, dass die Bürger gerade hier am Platz mehr beobachten und sich verstärkt umschauen. Sie wirken aufmerksamer“, sagt Beckstedde.