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Botticelli Baby beim 34. internationalen Jazzfestival in Viersen

Jazzfestival Viersen : Botticelli Baby sorgen für ein Highlight

Das Septett aus dem Ruhrpott ließ beim 34. internationalen Jazzfestival in der Viersener Festhalle ein wildes, vielfarbiges Bild entstehen.

Diesen Auftritt wird man in Viersen sicherlich nicht so schnell vergessen. Botticelli Baby, Septett aus dem Ruhrpott, sorgten mit einer eigenständigen Melange und einer sicherlich besonderen Bühnenshow für ein Highlight beim 34. internationalen Jazzfestival. Zudem ein echter Kontrast zu den anderen Programmpunkten, wichtig für ein Festival wie Viersen.

Sänger und Bassist Marlon Bösherz ist das Zentrum der Band, er dominiert mit seiner Bühnenpräsenz, fokussiert das Geschehen, stellt in Frage, überlässt sich scheinbar eigenen spontanen Ideen. Ihm zur Seite lauter erstklassige junge Jazzmusiker, die die unterschiedlichen Stile famos zu kleinen Gesamtkunstwerken zusammenführen. Zudem spürt man die Identifikation mit dem Bandprojekt in jedem Bläserriff oder Keyboardakkord: Gemeinsame Energie ganz gleich, ob der Balkanjazz zitiert wird, der Punkt Pate steht, es saftig rockt oder eine fast schon zärtliche Bluesmelodie den Hörer überrascht, bevor er von einem Schrei erschüttert wird.

Ein wildes, vielfarbiges Bild lassen Botticelli Baby da entstehen, eine künstlerische Performance, mit leichten Reminiszenzen an Helge Schneider.

(nag)