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Bei der Ausstellung „Ans Licht gebracht“ werden Bilder, Fotos und Skulpturen von drei deutschen und zwei niederländischen Künstlern gezeigt.

Kultur in Brüggen-Bracht : Zehn Tage Ausstellung im Café Bürgermeisteramt

Bei der Ausstellung „Ans Licht gebracht“ werden Bilder, Fotos und Skulpturen von drei deutschen und zwei niederländischen Künstlern gezeigt.

Das Café Bürgermeisteramt in Brüggen-Bracht verwandelt sich bis Sonntag, 22. März, in eine reich bestückte Galerie. Im Café, im Treppenhaus und in den oberen Räumen sind Bilder aufgehängt und Skulpturen aufgestellt. Regelmäßig „ans Licht“ bringt Silke Beckstedde in ihrem Café Bürgermeisteramt in Brüggen-Bracht die Arbeiten regionaler Künstler. „Ans Licht gebracht 7.0“ heißt auch die Hausausstellung mit Skulpturen, Fotografien und Bildern von drei deutschen und zwei niederländischen Künstlern, die am Donnerstag, 12. März, um 19 Uhr eröffnet wird.

„Wir haben und nutzen die Möglichkeit, grenzüberschreitend zu arbeiten“, erklärt Silke Beckstedde. Die Kaldenkirchenerin Irene Hormes, Oliver Mankowski aus Brüggen und Jörg Röttger aus Remscheid nehmen wie die Holzbildhauer Frans Bosman aus Horst und Lau Wijnhoven aus Meterik an der Ausstellung teil. Unter ihren Händen verwandelt sich das Lindenholz in eine kleine handschmeichelnde verblüffende Form, in fratzenhafte Porträts, in einen Torso oder eine aufwärtsstrebende hochglänzende Spirale.

Die Arbeiten des einen sind auf eine besondere Weise mit denen des anderen verbunden, meint Beckstedde: „Die fotografierten Landschaften von Mankowski führen zu den Porträts von Röttger, deren Maskenhaftigkeit oft wie eine Landschaft wirken. Dies wiederum leitet zu der gemalten Natur von Hormes über, aus deren Strukturen man zu den Holzskulpturen kommt.“

„Mystic Nature“ nennt Irene Hormes ihre Art, Landschaft und Natur zu malen. Die meisten der gezeigten Arbeiten sind in schwarz-weiß Tönen und ihren Schattierungen gemalt. Aus grauen Wassern tauchen Inseln mit schwarzen Aufbauten auf, die ebenso Bäume wie Häuser sein könnten. Der Himmel ist ebenso grau, Nebel liegt über der Welt – die Natur ist tatsächlich mystisch verwandelt, ohne düster zu sein.

Oliver Mankowski fotografiert seine Welt rund um Brüggen ebenso wie die, der er auf seinen Reisen begegnet. Einen Sonnenaufgang am Niederrhein, eine Mühle im Gegenlicht, aber auch einen mächtigen Wasserfall weiß er ins rechte und besonders stimmungsreiche Licht zu setzen. Eine der präsentierten Foto-Arbeiten möchte Mankowski während der Ausstellung zur Versteigerung anbieten. Den Erlös wird er an den Verein Burundi-Hilfe Brüggen spenden. Ungewöhnlich ist die Art der Präsentation der Fotografien von Jörg Röttger. Er hängt seine Bilder an Metallkleiderbügel. Sie sind doppelt bedruckt, zeigen Varianten von Möglichkeiten – ein Herumgehen ist durch die Präsentation möglich. Röttger fotografiert Porträts. Oft setzt er ihnen eine Maske auf, verfremdet sie und in den Selbstporträts auch sich selbst mit Lehm.

Info Die Ausstellung ist bis Sonntag, 22. März, mittwochs bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags bis sonntags von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

(b-r)