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Bauverein Dülken plant 27 neue Wohnungen auf Areal Rennstraße/ Ostgraben

Wohnen in Dülken : Bauverein plant 27 neue Wohnungen

Alle geplanten Wohneinheiten auf dem Areal Rennstraße/ Ostgraben sollen barrierefrei sein. Geplant sind dort Ein- bis Zweipersonenhaushalte. Von den bereits bestehenden Wohnungen waren Ende 2018 nur fünf nicht vermietet.

Hitze, Dürre, Unwetter: Auch für den gemeinnützigen Bauverein Dülken ergeben sich aus dem Klimawandel neue Herausforderungen. „Wo es sinnvoll und möglich ist, ergreifen wir energetische Maßnahmen“, sagt der Vorstandsvorsitzende Hans-Willi Ivangs. So sollen etwa an einem der Objekte des Bauvereins an der Grünewaldstraße das Dach und die Fassade neu gedämmt, die Fenster ausgetauscht werden. Es ist nicht das einzige Projekt, das die Genossenschaft plant: Auf dem Areal Rennstraße/Ostgraben soll in diesem Jahr der dritte und letzte Bauabschnitt beginnen. „Hier werden wir weitere 27 barrierefreie Wohnungen vor allem für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte in der Nähe der Dülkener Innenstadt schaffen“, sagt Ivangs.

In den ersten beiden Bauabschnitten von 2011 bis 2015 hatte der Bauverein im Bereich Rennstraße/Ostgraben 44 Wohnungen errichten lassen. Geplant war eigentlich, dass 2018 weitere 18 bis 20 folgen. Stattdessen soll dort nun 2019 mit dem Bau von 27 Wohnungen begonnen werden, und das auf einem vergrößerten Areal: „Wir waren zwischenzeitlich in der Lage, zwei Grundstücke zu erwerben, die sich direkt daneben befinden“, erläutert Ivangs.

 2018 hat der Bauverein sechs statt der ursprünglich geplanten insgesamt 24 bis 26 Wohnungen fertiggestellt – in einem Sechsfamilienhaus, ebenfalls am Ostgraben. Die zwischen 54 und 78 Quadratmeter großen barrierefreien Wohnungen sind nach Angaben der Genossenschaft alle vermietet, sie investierte fast 1,2 Millionen Euro. Darüber hinaus wurde im vergangenen Jahr am Ostgraben ein Garagenhof mit sieben Garagen errichtet.

Der Vorstand des Bauvereins (v.l.): Michael Lambertz, Christoph Sartingen und Hans-Willi Ivangs (Vorsitzender). RP-Foto: Fischer Foto: Nadine Fischer

Das vergangene Jahr sei ein wirtschaftlich gutes für den Bauverein gewesen, berichten Ivangs und seine Vorstandskollegen Christoph Sartingen und Michael Lambertz. Bei einer Bilanzsumme von – wie bereits 2017 – rund 16 Millionen Euro erwirtschaftete der Bauverein einen Jahresüberschuss von 447.000 Euro (plus 107.000 Euro). Die Eigenkapitalquote stieg von 35 auf fast 37,7 Prozent. Ende 2018 gehörten 681 Mitglieder der Genossenschaft an, sie erhalten wie im Jahr zuvor eine Dividende in Höhe von vier Prozent.

Um seine bestehenden 578 Wohnungen in Schuss zu halten, investierte der Bauverein 2018 fast 1,23 Millionen Euro. So wurden zum Beispiel die Häuser an der Waldstraße 22 und 24 saniert, die Fassaden der Einfamilienhäuser am Netter Kirchweg 6 bis 10a neu gestrichen und die Vorgärten neu gestaltet. 2017 unterhielt der Bauverein noch drei Wohnungen mehr, also 581. „Wir haben 2018 zwei Objekte in Dülken-Nette verkauft, die wirtschaftlich nicht rentabel waren“, erläutert Ivangs. Unter anderem wegen schlechter Verkehrsanbindung habe es häufig Mieterwechsel gegeben. Neun Wohnungen fielen so im vergangenen Jahr weg, am Ostgraben kamen sechs neue dazu.

Das Wohnhaus des Gemeinnützigen Bauvereins Dülken am Ostgraben 66 (links) ist seit 2018 fertig. Foto: Nadine Fischer

Zum Stichtag 31. Dezember 2018 seien nur fünf Wohnungen nicht vermietet gewesen. „Wir haben eine Leerstandsquote von 0,75 Prozent, 2017 waren es 0,5 Prozent.“ Lambertz, der Anfang 2019 auf Heinz Plöckes im Vorstand folgte, ist überzeugt: „Dazu tragen auch die günstigen Mieten bei. Wer beim Bauverein wohnt, zahlt im Schnitt einen Quadratmeterpreis von 4,94 Euro.“