Viersen: Baubeginn auf dem Bodeewes-Gelände im August

Viersen : Baubeginn auf dem Bodeewes-Gelände im August

Wenn die Stadtverwaltung alles genehmigt, könnten schon Ende Juni in Dülken die Abrissbagger anrollen.

"Jetzt geht's los!" Bürgermeister Günter Thönnessen freute sich sichtlich über den Fortschritt auf dem Bodeewes-Gelände in Dülken. Denn in der kommenden Woche will die Dinslakener Unternehmensgruppe Hellmich den Bauantrag für den Umbau des ehemaligen Bodeewes-Geländes stellen. Das teilte ihr geschäftsführender Gesellschafter Walter Hellmich bei der Präsentation der Baupläne mit.

Wenn die Viersener Stadtverwaltung den Antrag genehmigt, könnten schon Ende Juni die Bagger anrollen, um den hinteren Teil der ehemaligen Mevissen-Halle und die drei Wohnhäuser Westwall 5 bis 9 abzureißen. Hellmich rechnet mit einer Baugenehmigung bis August und bis Spätherbst 2015 mit der Eröffnung des Edeka-Marktes.

Der mit dem Projekt beauftragte Krefelder Architekt Jürgen Schwittmann stellte das gesamte Projekt vor, das mit dem Lebensmittelmarkt, zehn Wohnungen und rund 1000 Quadratmeter Praxisfläche ein Kostenvolumen von zehn Millionen Euro hat. Wer sich für eine der Wohnungen interessiert, kann sich schon jetzt bei der Stadt melden.

Schwittmann wies darauf hin, dass sowohl am Westgraben als auch am Westwall die historischen Fassaden mit Unterstützung der Denkmalschutzbehörde saniert und die neuen Fassaden optisch angepasst würden. Der Architekt sprach auch die Parkplatzfrage an: Die Melcherstiege wird auf rund 230 Plätze ausgebaut, auf der gegenüberliegenden Seite der Gasstraße entstehen weitere 80 Stellplätze.

Parallel zu der Bebauung durch die Firma Hellmich muss nun die Stadt Viersen die als Fußweg geplante Blickpassage zwischen dem Busbahnhof, den Parkplätzen an der Melcherstiege und der Lange Straße so anlegen, dass am Eröffnungstag des Edeka-Marktes auch der Weg fertig ist.

Die Städtebauförderung von Land und Bund übernimmt 80 Prozent der von der Stadt veranschlagten Kosten von 300 000 Euro. Walter Hellmich betonte, dass er Dülkens Altstadt sehr reizvoll finde und sich darüber freue, dass er dieses Projekt mit seinem Unternehmen verwirklichen kann.

An Stelle der Dülkener Bürger bedankte sich Ortsbürgermeister Michael Aach für die nun rasch fortschreitende Entwicklung des gesamten Projektes: "Die Dülkener Bevölkerung freut sich und steht voll dahinter", sagte er.

Die Stadt hofft, dass sich das neu gestaltete Zentrum als Magnet erweist: für alle, die mit Bus oder Auto aus dem umliegenden Gemeinden oder Viersener Stadtteilen kommen, aber vor allem für die Dülkener Bürger. Thönnessen betonte die Funktion des Neubaus, den Dülkener Ortskern zu beleben.

(flo)
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