Ballet Hispánico aus New York gastiert in der Festhalle Viersen

Ballett in Viersen : Energiegeladene Tanzkunst aus New York

Das Ensemble des Ballet Hispánico begeisterte in Viersen mit explosiver und kunstvoller Körpersprache. Die New Yorker Kompanie möchte hispanisches Lebensgefühl zum Ausdruck bringen.

Immer, immer wieder war sie da – die pulsierende Spannung des Flamencos, durchzuckt von Leidenschaft und Hingabe. Zum Titel „Linea Recta“ vereinnahmt Annabelle Lopez Ochoas Choreografie Elemente des andalusischen Tanzes, um doch eine faszinierend neuartige Bewegungssprache zu schaffen. In der Festhalle begeisterte das Ensemble des Ballet Hispánico hierzu mit explosiver und kunstvoller Körpersprache. Im flammenden Rot der Kostüme spiegelte sich die energiegeladene Ausdruckskraft der Tänzerinnen und Tänzer, während Michael Mazzolas Lichtdesign weitere eindrucksvolle Akzente setzte.

Die New Yorker Kompanie mit dem künstlerischen Leiter Eduardo Vilaro tritt mit dem Anspruch seiner Gründerin Tina Ramirez an, hispanisches Lebensgefühl zum Ausdruck zu bringen. Zu „Linea Recta“ inszenierten die Tänzer mit expressiver Kraft die Begegnung der Geschlechter. Paare und Gruppen umwerben und finden sich, um doch wieder von einander zu lassen.

Ebenfalls von Leidenschaft, aber auch dem Leiden an der Liebe erzählt Gustavo Ramirez Sansanos fesselnde Choreografie „Carmen maquia“ nach Musik aus verschiedenen Werken Bizets. In schwarz-weißen Kostümen verband das Ensemble im intensiven Ausdruck zeitgenössischen Tanz mit Elementen des Pasadoble. Wie nebenbei fügte es dank Luis Crespos Bühnendesign faltbare Elemente zu wechselnden Räumen.

Aufwühlend tanzte Chris Bloom Eifersucht und Verzweiflung des Don José. Shelby Colona war ihm in der Rolle der Carmen eine berückend ausdrucksstarke und tänzerisch geniale Partnerin. Das Geschehen endet wie die bekannte Oper über die heißblütige Carmen tragisch. Für die exzellente Umsetzung dankte das Publikum den Tänzerinnen und Tänzern mit begeistertem Beifall.

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