Awo Kreis Viersen eröffnet im Mai an der Kaiserstraße ihre erste Kita in Viersen

Kinderbetreuung in Viersen : Erste Awo-Kita soll im Mai öffnen

An der Kaiserstraße in Viersen entsteht eine Kindertagesstätte mit 64 Plätzen in drei Gruppen. Dafür lässt der Investor eine denkmalgeschützte ehemalige Metallfabrik sanieren und mit einem Neubau verbinden.

Die Fußbodenheizung ist installiert, der Aufzug eingebaut und die Fenster sind eingepasst. Doch bis die ersten Kinder über die Flure der neuen „Awo-Kita Kaiserstraße“ in Viersen rennen können, haben die Handwerker noch viel zu tun. Sie müssen etwa blauen Fußbodenbelag verlegen, Wände vanillefarben streichen, Türrahmen lichtgrau lackieren, Lampen aufhängen, Toiletten installieren und Möbel aufbauen. „Im Mai soll die Kita eröffnet werden“, sagte der Geschäftsführer des Kreisverbands Viersen der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Bernd Bedronka, am Mittwoch bei einem Baustellen-Besuch. Es wird – zumindest vorerst – die einzige Awo-Kita im Stadtgebiet sein.

Neben einem der neuen Fenster im Altbau, die vor die bestehenden Gitterrahmen aus Metall gesetzt wurden: Bernd Bedronka, Sabine Anemüller und Stephanie Bielinski (v.l.). Foto: Nadine Fischer

Bisher betreibt die Awo im Kreis Viersen sechs Kitas und Familienzentren mit 19 Gruppen und 370 Plätzen. An der Kaiserstraße  möchte der Träger zusätzlich 64 Plätze in drei Gruppen anbieten, 13 der Plätze sind für Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren vorgesehen. Die Awo mietet die Gebäude für ihre Kita von einem Investor, der Schmitz-Gruppe in Dülken. Mit 230.000 Euro aus verschiedenen Landesfördertöpfen werde die Ausstattung der Räume bezahlt, sagte Bedronka. „Die Mietkosten übernimmt im Wesentlichen die Stadt.“ Dafür verwende die Stadt einen Eigenanteil, Landeszuschüsse und Elternbeiträge, erläuterte Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD). „Wir freuen uns, dass wir die Awo als Träger fürs Stadtgebiet gewinnen können“, ergänzte sie und kündigte schon mal optimistisch an: „Es wird nicht die letzte Awo-Kita in Viersen sein.“

Für Viersen als Standort sei es jetzt einfach an der Zeit, sagte Bedronka. Das Besondere an der neuen barrierefreien Kita sei die Verbindung von Alt- und Neubau: Neben dem Mehrzweckraum im rund 400 Quadratmeter großen ebenerdigen Neubau befindet sich ein Durchgang zum angrenzenden Altbau mit 300 Quadratmetern. Die ehemalige Maschinenfabrik stehe seit 2010 unter Denkmalschutz, erzählte Bedronka. Weil unter anderem Richtlinien für den Denkmalschutz und den Brandschutz eingehalten werden müssen, habe sich der Bau verzögert – zuletzt hatte die Awo noch damit gerechnet, die Kita im November 2018 eröffnen zu können.

Noch haben die Handwerker viel zu tun, unter anderem in den Bädern für die drei Gruppen. Foto: Nadine Fischer
Der Neubau ist ebenerdig. Draußen wird auf 700 Quadratmetern das Außengelände gestaltet. Foto: Nadine Fischer

Noch sucht die Awo für die Kita mindestens vier Erzieher. Eine Mitarbeiterin und die Leiterin sind zumindest schon gefunden: Erzieherin Stephanie Bielinski wechselt von einer Awo-Kita in Schwalmtal nach Viersen, für die 44-Jährige ist es die erste Stelle als Leiterin. „Wir fangen hier ganz von vorne an, das ist eine große Herausforderung“, sagte sie. „Aber das macht es auch spannend und schön.“

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