Ausstellung in Brüggen zeigt Bilder und Objekte zwischen den Welten

Neue Ausstellung in Brüggen : Bilder und Objekte zwischen den Welten

Ab sofort ist eine neue Gruppenausstellung im Kultursaal der Burg Brüggen zu sehen.

Noch bis Sonntag, 29. September, ist die Kunstausstellung „Zwischen den Welten“ im Kultursaal der Burg Brüggen zu sehen. Einige Mitglieder des „Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler“ aus der Region Niederrhein (BBK Niederrhein) haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt. Sie präsentieren ihre Werke mit ganz unterschiedlichen Ansätzen. Organisiert hat die Gruppenausstellung Marianne Kalkhof, Künstlerin aus Nettetal.

Der promovierte Kunsthistoriker Christian Krausch aus Mönchengladbach stellte die Werke vor. Er  ging in seiner Laudatio auf die verschiedenen Herangehensweisen an das Thema ein. Entstanden sind Bilder ebenso wie Wandobjekte und Fotografien.

Elisabeth Schlanstein zeigt unter anderem eine vierteilige Wandinstallation, die durch wenig weiße Farbe im Dialog mit der Wand steht. Die 1,50 Meter breite Installation von John Waszek ist ein titelloser Digitaldruck auf einer Forexplatte. Man könne laut Krausch einen Eindruck eines Unwetters oder kriegsähnlicher Zustände bekommen. Bei Ingrid Filipczyk liegt der Fokus auf dem Wechselspiel zwischen der Materialität des Raumes sowie den Licht- und Schattenwirkungen der Architektur. Der Mensch erscheine nur sehr klein dagegen.

Manuel Schroeder dokumentiert seit 2018 die Veränderung der Landschaft durch die betonproduzierende Industrie bis hin zur Renaturierung. Die Aufnahmen scheinen einen fremden Planeten zu zeigen. Sie böten laut Krausch keine Anhaltspunkte für eine Größeneinordnung.

Martin R. Becker integriert die Verfahren QR-Code und Barcode mit einem Blick etwa in einen Swingerclub. Durch Umwandlung des Motivs in Nullen und Einsen würden die Situationen an Realität verlieren. Andrea Much zeigt komplexe Leinwandarbeiten als Träger von Stimmungen. Die Werke mit den Titeln „Aufbruch“ und „Fahren oder Fliegen“ beschäftigen sich mit der Ambivalenz zwischen Festhalten und Loslassen. Sie ist begeistert von dem unbedarften Blick der Kinder auf diese Welt und nutzt Elemente aus Kinderzeichnungen für ihre Interpretation.

Czaja Braatz zeigt einen „Bruch“ aus alten Schalbrettern. Das ehemalige Leben der gebrauchten Elemente soll erkannt werden. So auch bei dem Werk „Säcke“ mit alten Getreidesäcken. Sie stellt laut Kunsthistoriker Krausch Gefühlswelten dar und fordert auf, Antworten bei der Betrachtung der Werke zu finden.

Info Der Kultursaal am Burgwall 4 in Brüggen ist dienstags bis freitags und sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Samstags kann die Ausstellung von 10 bis 14 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist kostenfrei.

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