Brüggen: Ausbildungspaten helfen bei der Berufswahl

Brüggen: Ausbildungspaten helfen bei der Berufswahl

Die KAB Bracht und die Gesamtschule Brüggen arbeiten seit zehn Jahren in einem Projekt zusammen

Die katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Bracht und die Gesamtschule Brüggen haben das zehnjährige Bestehen ihres Patenschaftsprojekts in der Brachter Mühle gefeiert. Im Rahmen des Projekts helfen Erwachsene, die Paten der KAB, Schülern bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder bei der Bewerbung, üben mit ihnen das Vorstellungsgespräch und begleiten die Schüler auf Wunsch auch dorthin.

Carina Winzen (21) interessierte sich fürs Nähen, wollte eigentlich in diese Richtung eine Ausbildung machen. Durch die Paten erfuhr sie von den beiden Ausbildungsberufen Näherin und Schneiderin, doch nach der Beratung wurde ihr klar, dass sie doch etwas anderes machen möchte. Sie beschloss, zunächst das Fachabitur zu absolvieren. Im August fängt sie nun mit der Ausbildung zur Raumausstatterin an. "Die Paten haben mir sehr geholfen, herauszufinden, was ich nicht machen möchte, und wo man sich zu Ausbildungsberufen informieren kann", sagt Winzen.

Nico Janßen (18) wollte Mechatroniker oder Elektroniker werden. Die Paten halfen ihm, Firmen kennenzulernen und Bewerbungen zu schreiben. Er hat dadurch einen Ausbildungsplatz als Mechatroniker bekommen. "Ich glaube nicht, dass es so gut gelaufen wäre, wenn ich die Ausbildungssuche alleine angegangen wäre", sagt er.

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2007 hießen die ersten acht Paten Willi Leven, Helmut Tolksdorf, Karl-Heinz Wurth, Bernd Segat, Ernst Roosen, Theo Heim, Dietmar Schunk und Helmut Bovenkamp. Zehntklässler wurden über das Angebot informiert, und Lehrer halfen, Schüler an die Paten zu vermitteln. So startete das Projekt "Mit Ausbildungspaten in den Beruf - Eine Erfolgsgeschichte". Wie Wolfgang Jöres, Leiter der Gesamtschule, erläuterte, sei die inzwischen landesweit eingeführte Maßnahme "Kein Abschluss ohne Anschluss" eine Bestätigung für die Arbeit der KAB. Die Begleitung bei der Berufswahl könnten oder wollten Eltern manchmal nur schwer leisten.

Für das Projekt engagieren sich die Paten in ihrer Freizeit und nehmen an Fortbildungen teil. Seit 2012 gehört die KAB zu den "lebendigen Schätzen im Bistum Aachen". Die KAB sucht weitere Mitstreiter, die sich als Paten engagieren wollen.

Kontakt Willi Leven, % 02157 7204. Bei ihm ist auch die Chronik zur Entwicklung der KAB seit 1910 erhältlich (fünf Euro).

(bigi)