Viersen: Armin Schönfelder wechselt nach Wilhelmshaven

Viersen : Armin Schönfelder wechselt nach Wilhelmshaven

Der Rat entschied sich für den Nettetaler Beigeordneten

Der Rat der Stadt Wilhelmshaven hat in seiner Sitzung gestern Nachmittag Armin Schönfelder zum Ersten Stadtrat gewählt. Der amtierende Erste Beigeordnete der Stadt Nettetal wird damit Nachfolger von Jens Stoffers, der nach mehr als 30 Jahren im Dienst der Stadt Wilhelmshaven zum 30. Juni in den Ruhestand eintreten wird.

In geheimer Wahl hatten sich 25 der Wilhelmshavener Ratsmitglieder für Schönfelder ausgesprochen, es gab neun Gegenstimmen und zwei Enthaltungen. "Ich bin froh", sagte Schönfelder kurz nach der Abstimmung. "Das Ergebnis ist ja auch ein Vertrauensvorschuss." Er selbst war per Textnachricht informiert worden. Jetzt muss ihm das Ergebnis noch offiziell mitgeteilt werden, und er muss die Wahl anerkennen. "Meine Frau und ich hatten vereinbart, dass wir uns nach der Wahl zusammensetzen und noch mal in Ruhe über alles sprechen", berichtete Schönfelder.

Der 50-Jährige war einer von acht Bewerbern für das Amt. Er hatte sich Anfang des Monats in einer nicht-öffentlichen Sitzung den Ratsmitgliedern in der 75.000-Einwohner-Stadt in Niedersachsen vorgestellt und sich laut Beschlussvorlage für die gestrige Ratssitzung als geeignetster Bewerber dargestellt. Schönfelder war 2008 vom Landkreis Ostvorpommern, wo er Beigeordneter und Stellvertreter der Landrätin war, nach Nettetal gewechselt. Seitdem leitet er das Dezernat Leistungs- und Ordnungsverwaltung in der Seenstadt.

Schönfelder wurde in Frankfurt/Main geboren, wuchs am Chiemsee auf und studierte Volkswirtschaftslehre sowie Jura in Mainz. In Mecklenburg-Vorpommern war er zunächst als Anwalt tätig. "Die Bewerbung nach Wilhelmshaven hat persönliche Gründe", sagte Schönfelder im Vorfeld der Abstimmung. Er lebt mit seiner Frau in Nettetal, hat aber zudem Familie in Niedersachsen.

Anfang 2016 hatte Schönfelder Sozialdezernent in Neuss werden wollen, war jedoch gescheitert. Er unterlag bei der Wahl dem Kempener Ralf Hörsken, der damals Leiter einer Stabsstelle im Duisburger Rathaus war.

(RP)