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Arbeitsmarkt im Kreis Viersen: Wieder mehr Kurzarbeit wegen Corona

Arbeitsmarkt im Kreis Viersen : Mehr Kurzarbeit, weniger Arbeitslose

Wegen des Lockdowns stieg im November die Zahl der Kurzarbeit-Anträge im Bezirk der Agentur für Arbeit wieder an. Allerdings sind die Zahlen weit vom Frühjahr entfernt.

Der Teil-Lockdown habe „auf gewisse Branchen massive Auswirkungen – etwa auf die Gastronomie“, sagt Bettina Rademacher-Bensing, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld. Zwar sind allgemein im Agenturbezirk die Arbeitslosenzahlen im November im dritten Monat in Folge gesunken, aber: „Natürlich sind die Zahlen deutlich höher als im Vorjahr“, erläutert Rademacher-Bensing. Und: Unternehmen haben wieder mehr Kurzarbeit beantragt.

Der Zugang an 212 Anzeigen zur Kurzarbeit mit 1650 Personen im November lag nach Angaben der Agentur für Arbeit auf einem leicht höheren Niveau als in den Vormonaten. „Hier machen sich die pandemiebedingten Einschränkungen in einigen Branchen wieder direkt bemerkbar“, sagt Rademacher-Bensing. Die Hauptzugangsmonate aber waren mit weitem Abstand April und Mai. Die realisierte Kurzarbeit lag demnach im April bei etwa 29.000 Personen, im Mai bei etwa 27.000 Personen im Agenturbezirk.

Im Kreis Viersen betrug die Arbeitslosenquote im November – bei 9754 Menschen ohne Arbeit – 6,0 Prozent (6,1 Prozent im Vormonat/5,0 Prozent im Vorjahr). Der Gesamtarbeitsmarkt zeige sich „relativ stabil“, sagt Rademacher-Bensing.

Die Arbeitslosigkeit im Geschäftsstellenbezirk Nettetal (mit Brüggen) hat sich von Oktober auf November geringfügig um drei auf 1920 Personen verringert. Das waren 238 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im November 6,1 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent). Im Geschäftsstellenbezirk Viersen (mit Willich, Niederkrüchten und Schwalmtal) hat sich die Arbeitslosigkeit von Oktober auf November um 69 auf 5758 Personen verringert. Das waren 972 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im November 6,6 Prozent, vor einem Jahr belief sie sich auf 5,4 Prozent. 

In allen Regionen des Agenturbezirks war im Vergleich zum Vorjahresmonat eine Zunahme zu verzeichnen. Vergleichsweise günstig war die Veränderung in Nettetal; dort stieg der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 14,1 Prozent. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Viersen mit einer Zunahme von 20,3 Prozent.

(naf)