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Appell an die Nachbarn: Niederländer bitten Deutsche, zu Hause zu bleiben

Corona-Krise : Niederländer bitten Deutsche, zu Hause zu bleiben

In einem offenen Brief wenden sich die Bürgermeister aus Nord- und Mittellimburg an die Nachbarn und bitten um Geduld: An Pfingsten werde die Versuchung groß sein, die Niederlande zu besuchen. Doch nur gemeinsam könne man Corona in den Griff bekommen.

Die Bürgermeister aus Nord- und Mittellimburg bitten deutsche Ausflügler, über Pfingsten nicht in die Niederlande zu fahren. Mit einem offenen Brief wenden sich alle 15 Bürgermeister unter Führung von Venlos Bürgermeister Antoin Scholten, der der Sicherheitsregion Limburg-Noord vorsteht, an die „lieben Nachbarn“, danken für die „unglaubliche Resonanz“ auf die Bitte, über Christi Himmelfahrt nicht ins benachbarte Limburg zu fahren, und hoffen, „dass Sie noch eine Weile durchhalten können“, so Scholten.

„Denn auch am kommenden langen Pfingstwochenende wird die Versuchung groß sein, Nord- und Mittellimburg zu besuchen, wo man sich in ,normalen’ Zeiten doch über Ihr Kommen freuen würde.“ Man bitte aber jetzt „von Nachbar zu Nachbar“, nicht zu kommen, wenn es nicht wirklich notwendig sei. „Denn nur in einer gemeinsamen Anstrengung können wir Corona in den Griff bekommen und uns als Grenzbewohner bald wieder gegenseitig besuchen“, so Scholten weiter. „Wir vermissen Sie und würden uns freuen, Sie bald wieder bei uns in Limburg begrüßen zu können.“

Schon vor Christi Himmelfahrt hatten die Niederländer gebeten, nicht für Shopping oder Freizeit die Grenze zu passieren. Ein Aufruf, „der uns selbst sehr merkwürdig vorgekommen“ sei, schreibt Scholten – „weil wir Sie in ,normalen’ Zeiten nämlich sehr gerne bei uns begrüßen“. Denn: „Als Grenzbewohner sind wir schließlich durch unsere Wirtschaft, unsere Bildungseinrichtungen, Arbeitsplätze und familiäre Bande eng miteinander verflochten.“ Und in NRW-Krankenhäusern würden sogar vom Coronavirus betroffene Niederländer behandelt. Scholten: „Doch nur in einer gemeinsamen Anstrengung können wir Corona in den Griff bekommen und uns als Grenzbewohner bald wieder gegenseitig besuchen.“

(biro)