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Antrag von SPD und Grünen in Viersen: Stadt soll bei Faktor-2-Challenge mitmachen

Klimaschutz in Viersen : Viersen soll an Solar-Challenge teilnehmen

Die Stadt soll sich mit anderen Kommunen im bundesweiten Wettbewerb „Faktor 2“ messen. Die Initiative „Fossil free Karlsruhe“ und Mitglieder der Bewegung Parents for Future in Deutschland rufen zu dem Wettbewerb auf.

In der bundesweiten Städte-Challenge „Faktor 2“ läuft alles auf die Antwort zu folgender Frage hinaus: Welche Stadt schafft es als erste, ihre Photovoltaik-Leistung zu verdoppeln? Mit einem gemeinsamen Antrag möchten die Viersener Grünen und die SPD nun erreichen, dass die Stadt Viersen an dem  Wettbewerb teilnimmt. „Die Städte-Challenge für mehr Solarenergie richtet sich aber eben nicht nur an Politik und Verwaltung, sondern bezieht private Initiative für die Energiewende ausdrücklich ein“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Manuel García Limia und ergänzt: „Das ist uns sehr wichtig.“

Die Initiative „Fossil free Karlsruhe“ und Mitglieder der Bewegung Parents for Future in Deutschland rufen zu dem Wettbewerb auf. Die Initiatoren erklären: „Das Hauptziel der Städte-Challenge ist es, die Energiewende durch den Ausbau von Photovoltaik in den Städten stark zu beschleunigen und damit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Der Maßstab für Klimaschutz ist das Pariser Klimaschutz-Abkommen von 2015.“

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Der Wettbewerb startet am 21. Februar, Nachmeldungen sind jedoch möglich.  Startwerte sind nach Angaben der Veranstalter  die Einwohnerzahl und die installierte Leistung an Photovoltaik in Kilowatt-Peak im Stadtgebiet (Basis: Marktstammdatenregister), jeweils zum Stichtag 31. Dezember 2020. Der Wettbewerb endet, wenn die erste Stadt ihre installierte Photovoltaik-Leistung gegenüber dem Startzeitpunkt  verdoppelt hat.

 Peter Breidenbach (Grüne), Vorsitzender des Ausschusses für Klima- und Umweltschutz, Land- und Forstwirtschaft, sieht große Vorteile in der solaren Stromgewinnung: „Photovoltaik ist die große Chance für die Energiewende in den Kommunen. Derzeit werden im Viersener Stadtgebiet lediglich 4,6 Prozent des zur Verfügung stehenden Potenzials auf Dächern und nur 0,8 Prozent auf verfügbaren Freiflächen ausgeschöpft.“ Investitionen in Solaranlagen zahlten sich langfristig sogar doppelt aus, ergänzt Breidenbach: „Wir retten das Klima und tun etwas für unseren städtischen Haushalt, wenn wir unseren Strom selbst erzeugen. Für private Haushalte und Unternehmen gilt natürlich genau dasselbe.“

Im November 2019 hatte sich der Viersener Stadtrat mehrheitlich – bei Gegenstimmen von SPD und Grünen – entschieden, in Viersen nicht den Klima-Notstand auszurufen. Stattdessen sollte die Stadtverwaltung Sofortmaßnahmen auf den Weg bringen, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Bis 2035 soll er auf möglichst unter zwei Tonnen pro Einwohner und Jahr sinken. Eine der Sofortmaßnahmen: Auf zwölf weiteren kommunalen Dächern sollen Photovoltaik-Anlagen installiert werden, das wird nach Angaben der Stadt schrittweise umgesetzt. Zehn kommunale Dächer sind bisher bestückt. Geplant ist außerdem der Solarpark „Schwegers Feld“.