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Angezündete Radarfalle im Kreis Viersen wieder im Einsatz

Radarfalle im Kreis Viersen : Defekter „Panzerblitzer“ wieder im Einsatz

Seit März nutzt der Kreis Viersen die spezielle Radarfalle – seither wurde das 250.000-Euro-Gerät schon dreimal mutwillig beschädigt.

Der am Wochenende von Unbekannten in Brand gesetzte „Panzerblitzer“ des Kreises Viersen ist schon wieder im Einsatz und macht Fotos von Rasern. Das teilte ein Sprecher des Kreises Viersen auf Anfrage mit.

In der Nacht zu Sonntag stand die für eine Viertelmillion Euro angeschaffte semimobile Messstation in Flammen, dabei wurde das Gerät laut Polizei beschädigt. Nicht zum ersten Mal: „Die Anlage ist seit März bereits zweimal in Mitleidenschaft gezogen worden, jedoch ohne dadurch Schaden zu nehmen“, sagte der Kreis-Sprecher.

Die Polizei bestätigt, dass die Radarfallen im Kreis Viersen immer wieder beschädigt werden – oft mit dem Ziel, Aufnahmen zu verhindern. Dabei besonders beliebt: die Linsen der Kameras mit Farbe zu besprühen. Eine spezielle Statistik führt die Polizei nicht. Sie wäre auch nicht vollständig – häufig würden die Kommunen die Geräte reinigen und keine Strafanzeige stellen.

Sollte der „Panzerblitzer“ von einem Raser angezündet worden sein, der den Beweis seiner schnellen Fahrt vernichten wollte, hätte er Pech gehabt: „Die Technik der Anlage wurde nicht beschädigt. Die Fotos der Anlage können ausgewertet werden“, erklärte der Kreissprecher.

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Einen guten Teil ihrer Anschaffungskosten hat die Geschwindigkeitsmessstation bereits eingefahren. In den fünf Wochen vom 7. April bis 16. Mai registrierte das Gerät mehr als 2.600 Geschwindigkeitsverstöße. Das dadurch erzielte Bußgeldaufkommen lag bei rund 125.000 Euro.

(mrö)