Schwerer Raub in Viersen Angeklagter leugnet Tat — drei Zeugen erkennen ihn

Viersen/Mönchengladbach · Die Liste der Anklagepunkte gegen einen 25 und einen 29 Jahre alte Viersener ist lang: Es geht unter anderem um schweren Raub, schweren räuberischen Diebstahl, gefährliche Körperverletzung, Verstoß gegen das Waffengesetz, unerlaubten Besitz von Drogen und Nötigung.

 Am Freitag begann der Prozess gegen zwei Männer aus Viersen, unter anderem wegen schweren Raubes und Nötigung. Und Drogenbesitz. Und Einbruchdiebstahls.

Am Freitag begann der Prozess gegen zwei Männer aus Viersen, unter anderem wegen schweren Raubes und Nötigung. Und Drogenbesitz. Und Einbruchdiebstahls.

Foto: dpa/Marius Becker

Beide Angeklagte sollen zwischen Juli 2019 und Juni 2021 – teils gemeinsam – diverse Einbruchsdiebstähle und Raubdelikte in Viersen begangen haben. Am Freitag begann der Prozess gegen die Viersener am Landgericht Mönchengladbach.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, im November 2020 einen mutmaßlichen Dealer in dessen Wohnung überfallen zu haben, um Drogen und Geld zu erpressen. Dabei soll der 25-Jährige dem Geschädigten ins Gesicht und auf den Oberkörper geschlagen haben, während der 29-Jährige den Mann mit einem Gegenstand, der wie eine Pistole aussah, bedroht haben soll. Bereits im August 2019 sollen beide Angeklagte in ein Mehrfamilienhaus eingebrochen sein und dort einen Tresor gestohlen haben, in dem sich unter anderem eine Schreckschusspistole und ein Elektroschockgerät befunden haben sollen. Der 29-Jährige soll darüber hinaus sechsmal in Wohnungen sowie eine Gaststätte eingebrochen sein, wo er Wertgegenstände im Gesamtwert von etwa 35.000 Euro erbeutet haben soll. Auch dem 25-Jährigen werden von der Staatsanwaltschaft Einbrüche in eine Wohnung und eine Gaststätte sowie Diebstähle im Einzelhandel angelastet, dazu kommen Anklagen wegen Drogenbesitzes.

Vor Gericht räumte der jüngere Angeklagte die Vorwürfe am Freitag weitestgehend ein. Zu einem Einbruch wolle der junge Mann sich laut Verteidiger jedoch erst äußern, nachdem ein mutmaßlicher bereits verurteilter Mittäter ausgesagt hat. Bei einem anderen Vorwurf werde nur ein Einbruchsversuch eingeräumt. Denn als der Versuch, die Tür aufzuhebeln, misslang, sei der Angeklagte „unverrichteter Dinge“ geflohen. Ob sein Mittäter, den er nicht benennen wolle, den Einbruch dann vollendet hat, wisse er nicht. Der 29-jährige räumte einen Einbruch ein, bestritt aber eine Beteiligung an dem Überfall auf den mutmaßlichen Dealer. Drei Zeugen erkannten ihn jedoch am ersten Verhandlungstag zweifelsfrei wieder.

Der Prozess wird am 16. Dezember fortgesetzt.

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