Kreis Viersen: Altkleidersammlung bringt Kommunen mehr Geld ein

Kreis Viersen: Altkleidersammlung bringt Kommunen mehr Geld ein

Die Müllentsorgungsgebühren bleiben niedrig

Die Gebühren für die Abfallentsorgung im Kreis Viersen bleiben in den kommenden drei Jahren auf niedrigem Niveau. Das geht aus der Gebühren- und Entgeltberechnung des Abfallbetriebs des Kreises Viersen (ABV) hervor. In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Kreistag der Kalkulation bis 2020 zu.

Wie die Kreisverwaltung mitteilte, können die Gebührenhaushalte der neun Städte und Gemeinden im Kreis Viersen damit in den Jahren 2018 bis 2020 um sechs Prozent oder konkret 628.000 Euro pro Jahr entlastet werden. Hinzu kommt noch eine Gutschrift für sieben Kommunen, die sich an der Altkleidersammlung beteiligen. Alle Kommunen bis auf Grefrath und Nettetal nehmen daran teil; die Gutschrift wurde um etwa 50.000 Euro erhöht.

Beim Haus- und Sperrmüll rechnet der Abfallbetrieb mit einer Einsparung von 60.000 Euro bei 59.000 Tonnen im Jahr, das bedeutet eine Einsparung von 1,03 Euro pro Tonne. Bei der Papiergutschrift gibt es 30 Euro pro Tonne mehr, das sind 561.000 Euro mehr bei 18.700 Tonnen im Jahr.

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In die Kalkulation für die Gebühren bis 2020 wurden alle Faktoren einbezogen - dazu zählt auch der Bau eines eigenen Wertstoff- und Logistikzentrums, das im Nettetaler Gewerbegebiet Venete entstehen soll. Außerdem wurden das Unternehmerentgelt für die Restentsorgung und Umladung sowie die Konstensteigerungen für Entgelte, die nach einem Index berechnet werden, einbezogen.

Laut Kreisverwaltung hatte sich die Ausschreibung für die Entsorgung des Bioabfalls und des Grünschnitts bis 2020 schwierig gestaltet. Neun Firmen holten sich die Ausschreibungsunterlagen ab, doch nur zwei gaben ein Angebot ab. Damit habe es praktisch keinen Wettbewerb mehr gegeben, teilte der Kreis Viersen mit.

(RP)