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Aktionstag zur Wiederaufforstung auf den Süchtelner Höhen in Viersen-Süchteln am 2. Februar 2019

Aufforsten in Süchteln : Neues Holz für die Süchtelner Höhen

Mitarbeiter der Stadt setzen in dem Waldgebiet in den kommenden drei Jahren rund 60.000 junge Pflanzen. Die Wiederaufforstung startet mit einem Aktionstag am 2. Februar: Besucher dürfen dann selbst Bäume pflanzen.

Vor fast genau einem Jahr hat Sturmtief Friederike Schneisen der Verwüstung in die Wälder auf den Süchtelner Höhen geschlagen – jetzt beginnen die Mitarbeiter der Städtischen Betriebe langsam mit der Wiederaufforstung. Für Samstag, 26. Januar, laden sie zum offiziellen Start außerdem Waldbesucher ein, selbst zum Spaten zu greifen und Bäume zu pflanzen. Stadtförster Rainer Kammann und sein Team beantworten auch Fragen rund um die Aktion.

Zuerst Friederike, dann lang anhaltende Trockenheit und massiver Borkenkäferbefall: „2018 war kein gutes Jahr für den Wald auf den Süchtelner Höhen“, sagt Stadtsprecher Frank Schliffke. Eine abschließende Schadensbilanz hat die Stadt noch nicht veröffentlicht. Im September meldete Schliffke einen Zwischenstand für das gesamte Stadtgebiet: 3000 Festmeter Holz fielen dem Sturm zum Opfer, die Schäden durch den Borkenkäfer hatten bis dahin 800 Festmeter erreicht, dabei waren vor allem Fichten betroffen. Im August waren kurzfristig rund 200 Bäume wegen starken Borkenkäferbefalls gefällt worden.

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Bis September war bereits mehr als das Doppelte der Menge Holz erreicht, die in einem normalen Jahr aus den Wäldern in Verantwortung der Stadt entnommen wird. Bereits im Februar hatte Stadtförster Kammanns geschätzt, für die Wiederaufforstung würden 60.000 bis 80.000 Forstpflanzen benötigt. Dafür fielen rund 250.000 Euro an.

 Auch im Kletterwald auf den Süchtelner Höhen waren nach dem Sturm Aufräumarbeiten nötig. Die nächste Saison startet dort im April.
Auch im Kletterwald auf den Süchtelner Höhen waren nach dem Sturm Aufräumarbeiten nötig. Die nächste Saison startet dort im April. Foto: Nadine Fischer

Bis auf den Süchtelner Höhen alles wieder aufgeforstet ist, werden nach den Schätzungen der Stadt drei Jahre vergehen. Kammann und seine Mitarbeiter wollen in dieser Zeit 60.000 Forstpflanzen setzen – 20.000 pro Jahr. „Gepflanzt werden heimische Baumarten wie Buche, Eiche, Linde und Hainbuche“, erläutert Schliffke. „Darüber hinaus werden Baumarten in die Kulturen eingemischt, die dem Klimawandel besser standhalten. Dazu gehören beispielsweise Baumhasel, Lindenblättrige Birke, Esskastanie und verschiedene Nadelbäume.“ Die ersten 20.000 Pflanzen seien jetzt angeliefert worden. „Zum Start der Wiederaufforstung laden die Städtischen Betriebe alle Menschen ein, die gern dabei sein wollen.“

Die Teilnehmer können entweder selbst Löcher graben und Bäume setzen oder auf von Mitarbeitern der Stadt vorbereitete Pflanzstellen zurückgreifen. „Die Aktion ist ausdrücklich auch für Kinder geeignet“, betont Schliffke. Startpunkt für die Teilnehmer ist am 2. Februar um 10 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Kletterwald. Von dort geht die Gruppe in das ehemalige Schwarzwildgehege. „Hier werden vorrangig Roteichen gepflanzt“, sagt Schliffke. Denn die Eicheln könnten Wildschweinen als Futter dienen, falls sie sich wieder ansiedelten: Friederike hatte die Zäune des Geheges auf einer Länge von rund einem Kilometer beschädigt, die Tiere verließen das Gebiet.

In einer früheren Version des Artikels war der 26. Januar als Termin für den Aktionstag genannt. Die Stadt Viersen hat den Termin wegen schlechten Wetters auf den 2. Februar verschoben.