Viersen: Ärger um künftige Bushaltestelle in Dülken

Viersen: Ärger um künftige Bushaltestelle in Dülken

Wenn der Alte Markt in Dülken in diesem Jahr umgestaltet wird, sollen die beiden Bushaltestellen verschwinden. "Wir können dort keine Barrierefreiheit sichern, denn es müsste eine 16 Zentimeter hohe Kante eingebaut werden und das wäre für Fußgänger gefährlich", berichtet Christoph Vitt, Leiter des Ingenieurteams für Verkehrs- und Freianlagen der Stadt. So begab er sich mit seinen Mitarbeitern auf die Suche nach einem Standort für eine Bushaltestelle, der außerhalb des Alten Marktes, aber noch immer im historischen Stadtkern Dülkens liegen sollte.

Die Verwaltungsleute besprachen sich mit der NEW mobil, die die Buslinien 83 und 85 betreibt. Alle zusammen einigten sich bald auf die Corneliusstraße zwischen Reha-Zentrum und Schuhhaus Kocken. Da soll sogar ein Wartehäuschen aufgestellt und die Bordsteinkante auf 16 Zentimeter erhöht werden.

Doch da protestierte Herbert Bex, Gärtnermeister in der Bistard und Eigentümer des Eckhauses: "Die Auspuffrohre der Busse, die viermal pro Stunde fahren und halten, ragen nach oben und vernebeln die Balkone meiner Mieter. Auch für Kunden des Reha-Zentrums und die Patienten der benachbarten HNO-Praxis wird der Bürgersteig zu schmal." Dann könnten zwar Rollatorfahrer bequem in die Busse steigen, aber nicht mehr in die Häuser kommen. Bex, der sich zur Unterstützung Rechtsanwalt Klaus Oehmen geholt hat, ist enttäuscht, dass die Vertreter der Parteien in den entsprechenden Ausschusssitzungen auf seine Einwände überhaupt nicht reagierten. Sein Verbesserungsvorschlag: "Zwischen den Einfahrten zum Parkplatz vor der Volksbank ist genügend Platz für die zwölf Meter langen Busse. Dort könnte auch eine Haltestelle mit Bank und Wartehäuschen eingerichtet werden. Man könnte problemlos die Bordsteine erhöhen und für Passanten wäre noch immer genügend Platz." Herbert Bex berichtete, er versuche seit mehr als drei Jahren vergeblich, sein Problem dem früheren Ortsbürgermeister Michael Aach (CDU), dessen Nachfolgerin Simone Gartz (CDU) und Ratsherrn Alexander Bex vorzutragen.

Nach einem intensiven Gespräch vor Ort mit Christoph Vitt und Jasmin Ziegner-Mohr vom Rechtsbereich der Stadt hofft Herbert Bex jetzt auf eine andere Lösung der Bus-Frage, denn der Umbau soll schon in wenigen Wochen beginnen. Und er hat versprochen, dass er sich an den Kosten der Planung beteiligen will.

(flo)