Abschied von Wilhelm Kursawa im Schwalmtaldom

Schwalmtal : Abschied von Wilhelm Kursawa im Schwalmtaldom

Bei der Auferstehungsfeier fehlte Platz in St. Michael. Der beliebte Priester hat die letzte Ruhe am Amerner Friedhof gefunden.

Viele Schwalmtaler, Weggefährten aus Kirche und Universität, Vertreter aus Politik und Vereinen, Freunde und Familie haben Abschied von Wilhelm Kursawa genommen. Viele zeigten sich zutiefst bewegt von der Trauerfeier. Auf bis zu 1000 schätzten Teilnehmer die Zahl der Trauergäste, die „Wölle“ auf seinem letzten Weg die Ehre erwiesen.

Zu den Zelebranten der Auferstehungsfeier gehörten der frühere Pfarrer Thorsten Aymanns, Alexander Keller (Erzbistum Köln), Josef Huamno, Johannes Quadflieg, Matthias Goldammer, Karl Aymanns, Franz-Josef Cohnen, Norbert Rosendahl, George Panna, mit dabei waren der evangelische Pfarrer Arne Thummes und der altkatholische Pfarrer Rudolf Geuchen. Aymanns hob in seiner Predigt einen Leitsatz Kursawas hervor: „,Die Freude an Gott, ist unsere Kraft.’ Dieser Satz aus dem Alten Testament (Buch Nehemia), der stehe über seinem Leben, so sagte Wilhelm in einem Interview zu seinem 70. Geburtstag 2014 in der Rheinischen Post. Und ich glaube, wir können alle zustimmen, dass wir ihn so kennen dürfen, den Menschen Wilhelm Kursawa, kraftvoll aus und in der Freude an Gott und seiner Botschaft des Lebens für ihn selber und für alle, die ihm begegnen durften.“ Daraus habe er gelebt als Priester, als Lehrer, Wissenschaftler in Chemie und Biologie, in Theologie, im Recht und in der Geschichte, als Irland- und Schottland-Freund, als Familienmensch und als Freund so vieler. Kursawas Schwägerin Gabriela Kursawa beschrieb ihn anhand seiner Liebe zum Duo Simon und Garfunkel („Like a Bridge over troubled water“): „Wie eine Brücke über wildem Wasser wollte er sein, wollte beruhigen, trösten, helfen, immer, sein ganzes Leben lang.“ Große Sorge habe er um seine Lieben gehabt, viel mehr als um sich selbst. Aymanns schilderte Wilhelm Kursawas Glauben an die Ökumene: „Da war er aus menschlicher Überzeugung und theologischer Einsicht nicht bereit, Grenzen zu akzeptieren. Ökumene war für ihn keine Frage des Ob, sondern des Wie und er packte es an.“

Vor Wilhelm Kursawas Beerdigung war ein RP-Bericht über seine Schwägerin Gabriela Kursawa erschienen, das Interview dafür war zu einem früheren Zeitpunkt geführt worden. Wir bedauern den unglücklich gewählten Termin der Veröffentlichung.

(busch-)