Schwalmtal: Abfallentsorgung in Schwalmtal wird günstiger

Schwalmtal: Abfallentsorgung in Schwalmtal wird günstiger

Die Gebühren für die grauen und braunen Tonnen sinken, der Abschlag für Eigenkompostierer bleibt

In Schwalmtal sinken die Gebühren für die Abfallentsorgung. Danach zahlt eine Familie mit vier Personen, die eine graue Tonne mit 240 Litern hat, jetzt nur noch 297,12 Euro im Jahr, 2017 waren es 312 Euro. Eine zusätzliche blaue 240-Liter-Tonne kostet wie im Vorjahr 15,96 Euro. Für die zusätzliche braune Tonne mit einem Fassungsvermögen von 120 Litern werden 45,36 Euro (Vorjahr 46,56 Euro) fällig, bei einer 240-Liter-Tonne sind es 87,36 Euro (89,76 Euro). Wer selbst kompostiert, erhält einen Abschlag von 14,90 Euro auf die jährliche Abfallgebühr. Wer mehr Müll loswerden will, kann einen Restabfallsack für drei Euro kaufen, einen Bioabfallsack für 2,50 Euro.

Als Grund für die niedrigeren Gebühren führt die Gemeindeverwaltung einen geringeren Aufwand bei der Entsorgung an. So rechnet die Gemeinde damit, dass die Abfallentsorgung 2018 insgesamt rund 1,5 Millionen Euro kosten wird, 167.760 Euro weniger als 2017. Weil die Gemeinde den Betrieb des Wertstoffhofs auf den Kreis Viersen überträgt und zum Jahreswechsel die letzten drei Container für Altpapier abgebaut werden, also nicht mehr täglich gereinigt werden müssen, sinken die Kosten. Auch die Gebührenanpassung des Kreises für die Abfallbeseitigung wirke sich günstig aus, erklärt die Verwaltung.

Um den Gebührenbedarf zu ermitteln, werden die Kosten zusammengerechnet, die für die Bereitstellung der Tonnen, ihre Leerung und den Transport anfallen, außerdem Zusatzangebote wie Bündelsammlung, Sperrmüllabfuhr, die Abfuhr großer Elektrogeräte, die Verteilung der Abfallkalender und die Entleerung von Straßenpapierkörben. Ebenfalls eingerechnet ist die Beseitigung wilder Müllkippen: Die Personalkosten für Bauhof-Mitarbeiter, die den in der Natur entsorgten Abfall beseitigen, und die Deponiekosten schlagen 2018 mit geschätzt 84.000 Euro zu Buche.

(biro)