Brüggen: 900-Jahr-Wald in Bracht braucht dringend Wasser

Brüggen : 900-Jahr-Wald in Bracht braucht dringend Wasser

Die jungen Bäume leiden unter der Trockenheit. Landwirte wässerten gestern den ganzen Tag

Im vergangenen Jahr wurden in Bracht 900 Bäume gepflanzt - damals feierte das Dorf die urkundliche Ersterwähnung vor 900 Jahren. Doch nun macht man sich in Bracht Sorgen um den Wald: Für die jungen Bäume ist die anhaltende Trockenheit jetzt problematisch. Sie hatten schon mit dem späten Frost Ende März zu kämpfen, seit Tagen sind sie jetzt in besorgniserregendem Zustand.

Am Donnerstag radelte Bürgermeister Frank Gellen (CDU) zu Landwirten in der Nachbarschaft, um sie um Hilfe zu bitten, und hatte Erfolg: Georg Roosen und Peter van den Broek sagten ihre Hilfe zu. Sie wissen, welche Wassermenge notwendig ist, um nicht nur einen "Tropfen auf den heißen Stein" zu bringen - nämlich 250.000 Liter. Gestern wurden die Bäume den ganzen Tag beregnet. "Jetzt sollte das Defizit der letzten Wochen erst einmal ausgeglichen sein", sagt 900-Jahr-Wald-Organisator René Bongartz. Mit Silke Beckstedde, Inhaberin des Cafés Bürgermeisteramt in Bracht, und Gellen kümmerte er sich darum, Wasser zu organisieren.

Für den Rest des Sommers haben die Gemeindewerke ein Standrohr bereitgestellt, das an einen Hydranten angeschlossen werden kann. Dort könnte bei Bedarf Wasser für Gieß-Aktionen entnommen werden. Um die Bewässerung zu finanzieren, steht im Café Bürgermeisteramt jetzt eine "Brachter Spendenbox". Auch die Landwirte sollen nicht umsonst gearbeitet haben.

(hah)