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20 Hauskaninchen in Viersen ausgesetzt: Sucheinsatz mit Drohne

Tierrettung in Viersen : Drohne sucht nach Kaninchen

Eine ungewöhnliche Entdeckung haben Radfahrer in Viersen gemacht: Rund 20 Hauskaninchen hoppelten am Radweg. Um die Tiere einzufangen, kam sogar eine Drohne zum Einsatz.

Wie ein Sprecher der Stadt Viersen mitteilte, kontaktierte die zuvor alarmierte Polizei um kurz nach 17 Uhr den Bereitschaftsdienst des Kommunalen Ordnungsdienstes Viersen (KOV). Der sei sofort aktiv geworden. „Neben zwei Mitarbeitenden des KOV eilten Kräfte der Feuerwehr Viersen hinzu, um die Tiere zu retten“, sagt der Stadtsprecher. „Parallel zu weiteren Anrufen bei der Polizei kamen mehrere Bürgerinnen und Bürger an den Ort des Geschehens und halfen ebenfalls, möglichst viele der Kaninchen einzufangen.“ Sogar eine Drohne sei eingesetzt worden, um möglichst alle Tiere zu finden. „Bis zum Einsatzende gegen 22 Uhr waren 15 Kaninchen in Sicherheit.“ Mit Lebendfallen sollten weitere Tiere eingefangen werden.

Am Dienstag habe die Stadt die Angelegenheit zur weiteren  Bearbeitung an das zuständige Veterinäramt des Kreises Viersen abgegeben, informiert der Stadtsprecher. Eine Kreis-Sprecherin erklärt: „Tiere auszusetzen, ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.“ Der Person, die die Kaninchen ausgesetzt habe, drohe eine Geldbuße. Sie müsse zudem die Kosten für den Einsatz am Montag tragen. „Wir versuchen nun, sie zu ermitteln.“

Die eingefangenen Kaninchen sind nach Angaben des Kreises  im Matthias-Neelen-Tierheim in Nettetal-Lobberich untergebracht.

(naf)